29.11.2017, 08:01 Uhr

Damit heizen die Amstettner

Wolfgang Lindorfer, Eva Zirkler, Alois Schelch und Anton Kasser betrachten die Entwicklung bei den Heizungen.

Knapp 30.000 Heizungsanlagen versorgen den Bezirk in der kalten Jahreszeit mit Wärme.

BEZIRK AMSTETTEN. Der Winter kommt. Wenn es draußen frisch und frostig ist, haben es die Amstettner in den Häusern gerne wohlig warm. Doch wie beheizt der Bezirk eigentlich seine Häuser, Schulen oder Gemeindeämter? Die BEZIRKSBLÄTTER schauten in die Öfen der Region.

Knapp 30.000 Heizungen

29.402 Heizungsanlagen (Stand 2016) gibt es im Bezirk. Der Großteil (37 Prozent) ist zwischen elf und 20 Jahren alt, immerhin 10.917 Anlagen. 1.895 Anlagen sind älter als 30 Jahre, 8.824 jünger als elf Jahre. Viele der älteren Anlagen stehen nach wie vor in Schulgebäuden, berichtet Dienstleistungsverbandsobmann (GDA) Anton Kasser.

Aus für das Öl

Ab 2019 sind Ölheizungen bei Neubauten verboten. Doch warum ist man seitens des Landes so kritisch gegenüber dem Öl? Die Hauptlieferanten sind Kasachstan, Libyen, Russland, der Irak und Saudi-Arabien. "Nicht gerade die sichersten Länder", berichtet Kasser, wenn es um die Versorgung mit Energie und Wärme geht. Die Devise lautet: "Raus aus dem Öl", so der Dienstleistungsverbandsobmann.

Förderungen beim Umstieg

Um den Umstieg auf Alternativen zu erleichtern, gebe es entsprechende Förderungen. Auch ein Heizungscheck wird angeboten, jedoch haben diesen bislang nur wenige angenommen. "Er könnte mehr genutzt werden", ermuntert Anton Kasser, die Beratung in Anspruch zu nehmen.

"Hype" um das Hackgut

Durch den sinkenden Ölanteil an der Brennstoffaufteilung im Bezirk profitiert vor allem Hackgut. "Hackgut ist extrem gestiegen", erklärt Alois Schelch, GDA-Abteilungsleiter Klima, Energie und Luftreinhaltung, über die Nah- und Fernwärme. Auf Kosten des Öls hätte sich dessen Bedeutung im Bezirk "positiv entwickelt".

Öl sinkt, Gas stabil

Lag der Anteil 2004 noch bei sieben Prozent, waren es 2016 stolze 21 Prozent. Im selben Zeitraum sank Heizöl (extra leicht) von 32 Prozent auf 23 Prozent. Beim Erdgas gab es in den letzten Jahren hingegen kaum Veränderungen. 35 Prozent ist die Höhe des Anteils im Jahr 2016. 33 Prozent waren es 2004. "Gas ist sehr stabil", so Kasser.

Weniger fossile Brennstoffe

Insgesamt stieg der Anteil an biogenen Brennstoffen gegenüber der fossilen Konkurrenz von 21 Prozent 2004 auf 37 Prozent im Jahr 2016. Drei Gemeinden – Euratsfeld, Neustadtl und Strengberg – verfügen über einen Biomasseanteil bei Heizanlagen von über 70 Prozent. Nur fünf Gemeinden liegen unter 30 Prozent.
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