12.06.2017, 13:26 Uhr

Ybbstal bekommt nun eine "Autobahn"

Die Verantwortlichen und Bürgermeister der Region freuen sich über den Startschuss für den Glasfaserausbau. (Foto: NLK Filzwieser)

Datentransport: Warum in der Pilotregion Ybbstal auf die "Autobahnen der Zukunft" gebaut wird.

BEZIRK. Nachdem sich die Bevölkerung der Pilotregion Ybbstal für den Glasfaserausbau ausgesprochen hat, startet die NÖ Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) nun mit der Errichtung des Netzes (siehe Zur Sache).

Damit bekommen Haushalte und Betriebe in Göstling, Hollenstein, Lunz, Opponitz, St. Georgen/R., Waidhofen und Ybbsitz Glasfaser-anschlüsse bis zum Haus. In den nächsten Wochen startet der Ausschreibungsprozess für den Bau. Die Anschlüsse werden schrittweise bis Ende 2018 aktiviert.

Die Verbindung zur Welt

Das Ybbstal ist eine von vier Pilotregionen (Thayaland, Triestingtal, Waldviertel Stadt/Land), in welche das Land 67 Millionen Euro investiert, bevor das System in ganz Niederösterreich umgesetzt werden soll. "Private Haushalte und Betriebe wollen über Glasfaser mit der Welt und der Zukunft verbunden sein. Daher ist der Bau eines flächendeckenden Glasfasernetzes eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte des 21. Jahrhunderts. Ich freue mich, dass das Projekt im Ybbstal nun rasch umgesetzt wird“, so Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav.

Wichtig für die Entwicklung

„Leistungsfähige Glasfaserverbindungen zu attraktiven Preisen sind die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung der Region. Wir haben im Ybbstal die Chance bekommen, ganz vorne mit dabei zu sein. Die überwältigende Zustimmung der Bevölkerung zeigt sehr deutlich, dass wir sie nutzen wollen und werden“, so Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer.

So funktioniert das System

Wo sich der Glasfaserausbau für private Netzbetreiber nicht rechnet, wird nöGIG aktiv. „Wir errichten eine öffentliche Infrastruktur, auf deren Basis Netzbetreiber und Dienstanbieter Services zu fairen Konditionen anbieten können. Die Refinanzierung erfolgt durch die Einnahmen aus der Vermietung“, so Geschäftsführer Hartwig Tauber.

Ein erfolgreiches Projekt

„Die Zustimmung der Bevölkerung ist in allen vier Pilotregionen überwältigend. Damit können wir die für Ende 2018 geplante Evaluierung auf den Sommer 2017 vorziehen und danach rasch Schritte für den weiteren Ausbau in Niederösterreich setzen“, sagt ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki.


ZUR SACHE: Für den Breitbandausbau wurde die NÖ Glasfaser-infrastrukturgesellschaft (nöGIG) gegründet, die ein Glasfasernetz überall dort bauen wird, wo kein anderer (privater) Marktanbieter den Glasfaserausbau bis zum Haushalt durchführt. Die nöGIG wird zudem nur dort aktiv, wo Nachfrage herrscht. Daher werden vor dem Ausbau die Bevölkerung und die Wirtschaft befragt. Nur wenn mehr als 40 Prozent zustimmen, wird die Region mit Glasfaser versorgt. Die Zustimmung im Ybbstal lag bei bis zu über 70 Prozent.
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