Ein Stefan-Zweig-Schauspiel auf der Bühne Baden

Ungeduld des Herzens, Moritz Vierboom, Swintha Gersthofer, Magdalena Helmig
  • Ungeduld des Herzens, Moritz Vierboom, Swintha Gersthofer, Magdalena Helmig
  • Foto: Nurith Wagner Strauss
  • hochgeladen von Gabriela Stockmann

Am Dienstag, dem 26., und Mittwoch, dem 27. Jänner (jeweils 19.30 Uhr), gastiert im Stadttheater der Bühne Baden Stefan Zweigs Roman-Klassiker "Die Ungeduld des Herzens" in einer Produktion des Landestheaters Niederösterreich.

Zum Inhalt

Der junge Offizier Anton Hofmiller, der aus ärmlichen Verhältnissen stammt, wird auf
ein Fest des Großindustriellen Emil von Kekesfalva eingeladen. Nachdem er ausgelassen mehrere Runden auf dem Parkett gedreht hat, fordert er die Haustochter Edith zum Tanz auf. Erst in diesem Augenblick stellt er fest, dass das blässliche Mädchen an den Rollstuhl gefesselt ist. Beschämt verlässt Hofmiller die Gesellschaft. Doch schon bald sucht er erneut das Gut Kekesfalvas auf, um sich bei Edith für diesen Fauxpas zu entschuldigen. Die Besuche wiederholen sich und Hofmiller wird zum Freund des Hauses und zur großen Hoffnung der Familie. Edith blüht in seiner Gegenwart regelrecht auf, sodass der Vater an eine endgültige Heilung seiner Tochter glaubt. Hofmiller fühlt sich geschmeichelt durch die Bedeutung, die er für die Familie hat. Gerne nimmt er den Auftrag an, Ediths Arzt über ihre gesundheitlichen Fortschritte auszuhorchen. Als er erfährt, dass Edith sich in ihn verliebt hat und Hoffnungen auf eine gemeinsame Zukunft macht, wagt er nicht zuzugeben, dass er keine romantischen Gefühle für sie hegt, sondern nur Mitleid. Als man auf Ediths vermeintliche Genesung anstößt, verlobt er sich sogar mit ihr ...

Mitleid als Abwehr von fremden Leid vor der eigenen Seele

Der große österreichische Schriftsteller Stefan Zweig seziert in seinem einzigen zu Lebzeiten veröffentlichten Roman Ungeduld des Herzens jene Form des Mitleids, die versucht, sich möglichst schnell freizumachen von der peinlichen Ergriffenheit vor einem fremden Unglück, jenes Mitleid, das eigentlich gar nicht Mitleiden ist, sondern nur instinktive Abwehr des fremden Leidens vor der eigenen Seele.
In seiner Theaterfassung verdichtet der Dramatiker, Romanautor und Regisseur Thomas Jonigk das historische Panorama des Romans zu einem psychologischen Kammerspiel.
Der profilierte Theaterpraktiker, der zuletzt am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und am Schauspielhaus Zürich inszeniert hat, arbeitet erstmals am Landestheater Niederösterreich. Ihm zur Seite stehen die Bühnenbildnerin Lisa Däßler und die Kostümbildnerin Esther Geremus.
Neben dem Ensemble des Landestheaters Niederösterreich sind als Gäste Babett Arens und Moritz Vierboom zu erleben.
Mit Babett Arens, Swintha Gersthofer, Magdalena Helmig, Michael Scherff, Moritz Vierboom, Tobias Voigt.
Karten für Baden: 02252/22522

www.landestheater.net

Autor:

Gabriela Stockmann aus Baden

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