Leserbrief
Verewigt in Bronze und Stein - Die Denkmäler Badens erzählen

Ein weiterer wunderbarer Stadtspaziergang mit Christine Triebnig-Löffler, zu dem wir uns sehr spontan entschieden! Man kann ja nicht den ganzen Sonntag auf der Couch verbringen.
Götter, Musen, Heilige, Legenden aus der Welt der Künste sowie Märchenwesen finden sich auf unseren Wegen: Sie erzählen von Großereignissen, von Verzweiflung und Not, von Wünschen und Hoffnungen oder sind Erinnerungen aus herausragende Persönlichkeiten, stets eng verwoben mit der Geschichte der Stadt. Aber was waren die Anlässe für die Errichtung dieser bildhauerischen Kunstwerke, wer die Schöpfer, wer ihre Auftraggeber? Der Spaziergang erweckt die Denkmäler der Badener Innenstadt und deren Geschichte(n) zum Leben. (Pressetext)

Wir starteten am Theaterplatz bei Erato, der Muse der Liebesdichtung, der Lyrik und des Gesanges. Die Bronzestatue von 1902 stammt vom Wiener Bildhauer Josef Kassin (1856-1931) und ist ein Geschenk des Bürgermeisters Rudolf Zöllner an die Gemeinde (1912). Erato hält eine Lyra, die wir auch an der Fassade des Stadttheaters gegenüber wiederfinden. Weiter ging es zur Stadtpfarrkirche St. Stephan, wo sich das Kriegerdenkmal befindet, das leider eingerüstet war. Die Bronzestatue eines knieenden, nackten Mannes (1934), der die Arme zum Himmel streckt, stammt vom Badener Bildhauer Josef Müllner. Sie sorgte aufgrund ihrer Nacktheit damals für Diskussionen. Die Figur kniet auf einem Steinsockel mit Relief und Inschrift. An der Rückseite befinden sich die Daten der beiden Weltkriege. Dann spazierten wir weiter in den herbstlichen Kurpark zum beeindruckenden Undinebrunnen, der noch nicht seine Winterummantelung trug. Wie Erato stammt auch Undine aus der Hand von Josef Kassin und wurde 1903 zur Erinnerung an die Fertigstellung der städtischen Wasserleitung eingeweiht. Der Künstler nahm das romantische Märchen "Undine" von Friedrich de la Motte Fouqué als Grundlage für sein Werk. Die kundige Stadtführerin erzählte uns die tragische Geschichte der Liebenden. Undine, fein aus weißem Carraramarmor gefertigt, im Kontrast zum aus grobem Sandstein gearbeiteten Postament, faszinierend das Getummel der Figuren und Wassergeister. Es folgten die Denkmäler von Lanner/Strauss und Franz Grillparzer, die alle oft Baden besuchten. Beeindruckend auch die Bronzestatue "Nackter Reiter" (1904/05) von Josef Müllner, die lange im Belvederefundus versperrt war und unter Bgm. Viktor Wallner ihren Weg in den Kurpark Baden fand. Dann führte uns die Denkmal-Reise zur Römertherme, wo die moderne Skulpturengruppe des Künstlerduos Jürgen Ramacher und Christian Einfalt bewundert wurde. Der Spruch "Geist formt Materie" ziert die Rückseite eines klassischen Römerkopfes, ihm gegenüber ein fotografierender Tourist - geschichtliches Erbe und Gegenwart. Um die Ecke wartete dann die griechische Göttin der Gesundheit, Hygieia auf uns, die das Gift aus einer Schlange in eine Schale drückt. Diese Statue befand sich in der ehemaligen Trinkhalle im Kurpark. Auf zur letzten Station: Hauptplatz mit der Pestsäule/Dreifaltigkeitssäule, deren Bau auf Grund eines Gelübdes anlässlich der überstandenen Pest 1713 beschlossen und 1718 ausgeführt wurde. Wir betrachten von unten nach oben: die Heilige Rosalia, die Heiligen Sebastian und Rochus samt ihren Attributen, sowie die Gottesmutter Maria mit ihrem Sternenkranz, die auf die böse Schlange, die die ganze Welt vergiften will, tritt. Ganz oben die heilige Dreifaltigkeit.

Ein herzliches DANKE an Christine für deine wieder so interessant gestaltete Führung! Es stimmt: wir "kennen" all diese Denkmäler und Statuen, sind oft daran vorbeigegangen, doch durch diesen Spaziergang haben wir wieder viele neue Details und Geschichten dazu gelernt und gehen mit noch offeneren Augen durch die schöne Stadt Baden! Wir können die Führungen mit AustriaGuide Christine Triebnig-Löffler von Herzen empfehlen!
Manuela Rosenbichler

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