Kummerecke mit Dr. Wilhelm
Was macht das Corona-Virus mit unserer Seele?

Dr. Ulrike Wilhelm ist Ärztin und berät in Fragen der psychischen Gesundheit. kummerecke@gmail.com
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  • hochgeladen von Gabriela Stockmann

Seit Wochen beschäftigt uns eigentlich nur noch 1 Thema das Coronavirus (COVID-19). Doch was macht es mit unserer Seele?

Nach wie vor sind sich die Wissenschaftler nicht zu 100 % sicher, was er mit unserem Körper macht. Ist man resistent nachdem man einmal infiziert war? Wann gibt es den Impfstoff? Werde ich daran erkranken? Meine Kinder, meine Eltern, werden sie sich anstecken? Wird die Gewalt zuhause zunehmen? Ich bin selbstständig und musste alles absagen – wie lange dauert es bis ich vom Staat Unterstützung bekomme, und und und...

Angst ist zentral

Doch viele Menschen beschäftigt vor allem eines – die Angst -  von Existenzängsten bis Angst vor der Erkrankung und sogar Todesangst. Von öffentlicher Stelle erleben wir einerseits eine relativ offene und ausführliche Kommunikation. Tägliche Berichterstattungen und Medienberichte verfolgen uns im Alltag. Wundervolle Initiativen starten – von „kleinen“ Nachbarschaftshilfen, bis zu von großen Städten initiierten Hilfestellungen ist alles dabei.

Psychosomatische Folgen

Ängste, Stress, soziale Isolation: Das zu Hause bleiben kann lang- und kurzfristig psychosomatische Auswirkungen haben. Auch Traurigkeit und Einsamkeitsgefühl können sich einstellen. Mütter/Väter durch die andauernde Anwesenheit des Kindes/Kinder können herausfordern.  Anfänglich ist es ja eigentlich noch „spaßig“, aber wie sehen die nächsten Tage aus? Und für viele sind schlichtweg die Massen an Informationen eine Überforderung.
Aber wie können wir das kompensieren?

Was kann Ihnen helfen?

• Reduzieren Sie das Fernsehen auf zB Abendsendungen
• Legen Sie das Handy öfters mal weg
• Pläne für daheim erstellen - wie gestalte ich den Tag für und mit meinen Kindern?
• Telefonate/Skypen/Briefe schreiben
• Annehmen wie es zurzeit ist. Wir erleben diese Situation alle das erste Mal und lernen tagtäglich wie wir damit umgehen sollen
• Tun Sie sich was Gutes (backen Sie mal das Brot, das Sie schon immer machen wollten)!
• Tun Sie Dinge die Ihnen Spaß zuhause machen  – kein Muss sondern ein „endlich komme ich dazu was ich schon längst tun wollte“
• Lernen Sie sich in dieser „Auszeit“ wiederkennen. Beobachten Sie sich. Braucht man wirklich jeden Tag ein Auto? Wie ist es nicht shoppen zu gehen?
• Es gibt psychosoziale Beratungen via Skype und Telefon wenn Ihnen die Angst den Hals zuschnürt und Sie jemanden zum Reden brauchen
• UND das Wichtigste: Wenn Sie Hilfe brauchen rufen Sie an, schreiben Sie. Scham ist zurzeit nicht angebracht.

Wir sind für Sie da!

Dr. Ulrike Wilhelm ist Ärztin in Bad Vöslau

Autor:

Gabriela Stockmann aus Baden

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