"Gegen Bauwut" ist ihr gemeinsames Thema
Bad Vöslau: Sieben Bürgerinitiativen vereinigen sich

Katarina BAchner ist die Sprecherin der sieben vereinigten Bürgerlisten, die sich nun den gemeinsamen Namen "Liste Bad Vöslau" gegeben haben.
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Braucht Bad Vöslau mehr Wohnungen?

BAD VÖSLAU. Unter dem Motto "Es reicht!" schließen sich sieben Bad Vöslauer Bürgerinitiativen zur "Liste Bad Vöslau - Vereinigte Bürgerinitiativen" zusammen. Als Sprecherin tritt Katarina Bachner auf, selbst Anrainerin einer umstrittenen und gerichtsanhängigen Großbaustelle, (info&listebadvoeslau.at)

Gemeinsames Thema: Bauprojekte

Alle Initiativen haben ein gemeinsames Thema: Bauprojekte, die für Sorge, Empörung und Unverständnis sorgen.
Anlass zum Zusammenschluss aller Initiativen sei aber „das neue örtliche Raumordnungsprogramm, das derzeit in Begutachtung ist“, erklären die VertreterInnen der Initiativen Florastraße, Franz Prendingergasse,Goldeck, Hochstraße, Hügelgasse, Sellnergasse und Wr. Neustädterstraße.
Das neue Raumordnungskonzept für Bad Vöslau beinhaltet Änderungen in großem Ausmaß. "Dennoch wurden die Unterlagen veröffentlicht, bevor die Letztfassung mit den Bürgern und Bürgerinnen rückgekoppelt wurde. Die Unterlagen bestehen aus vielen einzelnen Texteilen und Plänen, die für Laien völlig undurchschaubar sind. Es gab für die Letztfassung keine einzige Informations- oder Beratungsveranstaltungen", heißt es in einer ersten Aussendung der "Liste Bad Vöslau".

"Das Gegenteil von Bürgernähe"

Kritisiert wird eine verspätete und chaotische Verständigung über die Auflage der Pläne (bis 19. Dezember), die immerhin die Entwicklung von Bad Vöslau für die nächsten zehn Jahre festschreiben sollen. Manche Haushalte hätten mehrere gleichlautende Briefe erhalten, andere wieder keine. In manchen Haushalten seien die Kinder, nicht aber die zuständigen Haushaltsangehörigen angeschrieben worden. „Es entsteht der Eindruck, dass selbstgefällig drüber gefahren wird - das genaue Gegenteil von Bürgernähe“, stellen die vereinigten Bürgerinitiativen fest.

Raumordnung: Bad Vöslau in zehn Jahren

Was ist dem neuen Raumordnungsprogramm zu entnehmen? Zubauten im Stadtzentrum, mehrgeschoßige Wohnbauten mitten in den Schutzzonen, weitere Grünlandvernichtung durch Ausweitung des Betriebsgebietes und in der Folge noch mehr Verkehrsprobleme in der ohnehin schwer verkehrsbelasteten Stadt. Und kein Interesse oder Anzeichen, die Bauwut in der Stadt einzudämmen. „Die Liste Flammer scheint nur noch die Interessen der Bauträger und Bauwerber im Sinn zu haben – ohne städtebauliches Konzept, ohne Rücksicht auf das Ortsbild und die Lebensqualität der Bürger und Bürgerinnen, die hier leben“, so die Mitglieder der „Liste Bad Vöslau“ enttäuscht. Sie wollen künftig "solidarisch gegen Bauwut, Ignoranz der Liste Flammer und Zerstörung der Lebensqualität" vorgehen.

Bürgermeister: "Alle Infos verfügbar"

Bürgermeister Christoph Prinz versteht die Aufregung um das neue Raumordnungsprogramm nicht. Er verweist auf Kundmachungen im Stadtanzeiger, auf der Gemeindehomepage, auf der Amtstafel. Die Verständigung erfolgte laut Grundbuchseintragung. "Wenn es mehrere Grundstücke für eine Person gibt, kann es mehrere Verständigungen geben. Das ist nicht Willkür." In Bezug auf verspätete Information sagt Prinz: "Wann die Post den Brief in den Postkasten gibt, können wir auch nicht beeinflussen."
Darüber hinaus habe es im Vorfeld der neuen Raumordnung zwei öffentliche Veranstaltungen gegeben, am 4. März 2017 und am 20. April 2018.

Bis 19. Dezember sind alle Pläne einsichtig, die Mitarbeiter am Bauamt stehen für Erklärungen zur Verfügung. Zu den Plänen können Stellungnahmen abgegeben werden, die im Gemeinderat verlesen werden müssen. Einen Anspruch auf Umsetzung besteht jedoch nicht.
Christoph Prinz: "Auf der Homepage ist alles genau dokumentiert, es stehen genug Infos zur Verfügung." Den Zusammenschluss der Bürgerinitiativen kommentiert er nicht.
Die neue "Liste Bad Vöslau" arbeitet bereits an gemeinsamen Stellungnahmen zur neuen Raumordnung.

Katarina BAchner ist die Sprecherin der sieben vereinigten Bürgerlisten, die sich nun den gemeinsamen Namen "Liste Bad Vöslau" gegeben haben.
Bürgermeister Christoph Prinz von der Liste Flammer in Bad Vöslau muss sich viel Kritik anhören, verweist aber darauf, dass in Bezug auf neue Raumordnung "jederzeit genug Infos" da sind.

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