"Die Dohnal" - ein Film als Kassenmagnet

Alexander Syllaba vom Cinema Paradiso, Regisseurin Sabine Derflinger, NAbg. Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), Badens Frauenbeauftragte Vizebgm. LAbg. Helga Krismer (Grüne). Das Foto auf dem Filmplakat stammt von Elfie Semotan.
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  • Alexander Syllaba vom Cinema Paradiso, Regisseurin Sabine Derflinger, NAbg. Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), Badens Frauenbeauftragte Vizebgm. LAbg. Helga Krismer (Grüne). Das Foto auf dem Filmplakat stammt von Elfie Semotan.
  • Foto: Cinema Paradiso/Sattra
  • hochgeladen von Gabriela Stockmann

BADEN. Sie legte es sich in den 80er- und 90er-Jahren scharfzüngig mit der Männerherrschaft an. Sie war manchmal die einzige Frau auf einem politischen Gruppenfoto. Sie musste sich herb beschimpfen lassen. Sie stieß auf Unverständnis. Sie rauchte viel und feierte gerne. Sie ging demonstrieren. Sie lebte nach einer gescheiterten Ehe mit einer Frau zusammen: Johanna Dohnal, von 1990 bis 1995 Österreichs erste Frauenministerin, war in vielerlei Hinsicht eine Frau, die damals nicht ins Schema passte.

Auch nicht in das Schema ihrer Partei, der SPÖ, der sie doch die Treue hielt, obwohl sie schlussendlich unter Kanzler Vranitzky unsanft aus ihrer Funktion gedrängt wurde. Sabine Derflingers Film "Die Dohnal" spürt dieser Politikerin nach, der die Frauen bis heute vor allem im Bereich Gewaltschutz vieles zu verdanken haben.
Nicht nur das: "Die Dohnal" war ein Symbol weiblicher Selbstbehauptung, nicht umsonst zeigt sie das Filmplakat im Anzug, auf coole Art eine Zigarette rauchend.
Am 17. Februar feierte der Film NÖ-Premiere im Cinema Paradiso in Baden. Die Vorstellung war ausverkauft. Im Publikumsgespräch nach dem Screening war unter anderem auch politische Inszenierung damals und heute ein Thema. Gabriele Heinisch-Hosek, SPÖ-Nationalratsabgeordnete, sprach sich für mehr "Langsamkeit" in der politischen Diskussion aus, für mehr inhaltliche Tiefe abseits von Stehsätzen.
Regisseurin Sabine Derflinger bemerkte, dass das Genre "Politischer Dokumentarfilm" wie es "Die Dohnal" sei, immer seltener werde. Im Publikum bemerkte eine 1990 geborene junge Frau, wie wichtig solche Filme aber für das Selbstverständnis von jungen Frauen seien. Entsprechend soll der Film auch in Schulen oder im Kino für Schulen gezeigt werden.
Am 20. Februar, dem 10. Todestag von Johanna Dohnal, legten die SPÖ-Frauen  Kränze auf ihrem Grab am Wiener Zentralfriedhof nieder. Eine Gruppe von Dohnal-Fans versammelte sich kurz danach, um ein Gedenkzeichen zu fordern, das an das Wirken von Johanna Dohnal erinnert.
Die einstige Frauenministerin liegt in einem Ehrengrab der Stadt Wien. Sie war eine "Heldin", sagte Badens Frauenbeauftragte Helga Krismer. Der Film "Die Dohnal" wird zur Zeit täglich im Cinema Paradiso in Baden und in vielen Wiener Kinos gespielt.
Für alle, die die Zeit miterlebten, ist er ebenso sehenswert wie für all jene, die Johanna Dohnal erst im Geschichtsunterricht kennenlernen.

Alexander Syllaba vom Cinema Paradiso, Regisseurin Sabine Derflinger, NAbg. Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), Badens Frauenbeauftragte Vizebgm. LAbg. Helga Krismer (Grüne). Das Foto auf dem Filmplakat stammt von Elfie Semotan.
Alexander Syllaba vom Cinema Paradiso, Regisseurin Sabine Derflinger, NAbg. Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ)
Autor:

Gabriela Stockmann aus Baden

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