Die Sieger und der einzige Verlierer

Es gibt bei dieser Wahl im Bezirk nur Sieger: Alle wahlwerbenden Parteien haben ihre Ziele erreicht. Und dennoch gibt es einen Verlierer - und das ist die Demokratie, und damit das Wahlvolk.
Denn ein Blick auf die Wahlbeteiligung im Bezirk - 61,46 % - zeigt: Nicht einmal zwei Drittel gingen zur Wahl. Das wirft natürlich die Frage auf: Wie legitim sind solche Wahlergebnisse noch? Wie berechtigt ist der allgemeine Siegestaumel? Was will das geringe Interesse an der Wahl den PolitikerInnen sagen?
Und - weil es im Bezirk ein Thema war: Überbordende gigantomanische Plakatkampagnen bringen auch kein Plus bei der Beteiligung. Glaubt man Analysten, war überhaupt der Wahlkampf an sich kein Motiv, bei einer bestimmten Partei das Kreuzerl zu machen.
Die meisten Menschen treffen ihre Wahlentscheidungen schon früh, schon bevor die Plakatwellen rollen.
Da wird also, wie es aussieht, viel Geld unnütz "verpulvert" - nicht auszudenken, dieses Geld würde den Ärmsten in unserer Gesellschaft direkt zugute kommen. Dann könnte sich auch das Wahlvolk einmal über einen Sieg freuen...

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