Ein Festakt für die neue Ehrenbürgerin Inge Weiss

Applaus für die erst zweite Ehrenbürgerin in Kottingbrunn: Inge Weiss
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KOTTINGBRUNN. "Eigentlich wollte ich nie in der ersten Reihe sitzen, jetzt muss ich doch..." sagt Inge Weiss. Der Anlass war freilich ein froher: Am 15. Jänner bekam die ehemalige Bürgermeisterin (von 1990 bis 1998) die Kottingbrunner Ehrenbürgerschaft verliehen. Sie ist damit erst die zweite Person (nach Bgm. "Schotti" Schottleitner), der diese Ehre zuteil wird. "Du hast dich als Mensch bewährt, darum wirst du auch geehrt", sagte Bürgermeister Christian Macho in seiner Festrede. Er war ein Volksschulkind, als Inge Weiss 1990 bei der Gemeinderatswahl mit einer jungen Bürgerliste antrat und auf Anhieb die absolute Mehrheit erreichte. Ihre historische Tat war der Ankauf des Wasserschlosses, das heute Sitz des Gemeindeamtes, der Kulturszene, der Musikschule und vieler anderer Einrichtungen ist.
In ihrer Ära wurden auch die ersten Wertstoffinseln gebaut, die Volksschule erweitert, der Kindergarten III und das Feuerwehrhaus neu gebaut.

Wegbegleiter am Wort

Beim Festakt kamen auch der damalige Bezirkshauptmann Richard Wanzenböck, der damalige Landeshauptmann Ernst Höger, LAbg. Christoph Kainz, Kultruszene-Obfrau Irene Künzel, Gemeindeamtsleiterin Heidemarie Pillwein und Pfarrer Walter Reichel zu Wort.
Wanzenböck erinnerte daran, dass Inge Weiss bezirksweit die erste Frau im Bürgermeisteramt war, Ernst Höger erinnerte an die SPÖ-internen Auseinandersetzungen, die die Kandidatur von Inge Weiss ausgelöst hatte, dennoch sei man ihr immer in "Freundschaft" verbunden geblieben, Christoph Kainz sprach von ihrer "mütterlichen Art", mit der sie sich für das erste Ferienspiel in Kottingbrunn eingesetzt hatte, Irene Künzel erinnerte an das allererste Theaterstück "Das Glück im Becher", das im Schloss-Festsaal aufgeführt wurde und der Grundstein zum Septembertheater der späteren Kulturszene wurde. Walter Reichel erinnert sich an eine "Blondine", die ihm beim Antrittsbesuch im Gemeindeamt erst einmal "Da müssen's warten" sagte. und Heidemarie Pillwein erinnert sich an "Tante Inge", wie alle sagten, die von der Kollegin im Gemeindeamt zur Chefin im Bürgermeisteramt wurde. Die Laudatio hielt - auch das eine besondere Ehre - Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Frau mit großem Herz

Niemand vergaß, das "große Herz" von Inge Weiss zu erwähnen, das immer für "die kleinen Leute" schlug. 250 Ehrengäste beim Festakt spendeten Standing Ovations, als Inge Weiss schließlich die Ehrenbürgerschaft verliehen wurde. "Wenn ihr was braucht, könnt ihr auch heute noch zu mir kommen," sagte Inge Weiss gerührt. Und nachher - beim Buffet, das die Polytechnische Schule  beisteuerte, kamen sie alle als Gratulanten  - darunter die einstigen Mitstreiter ihrer Bürgerliste und die Chorgemeinschaft Kottingbrunn, deren aktives Mitglied Inge Weiss lange war, und die ihr sogar eine eigene Strophe zur Kottingbrunn-Hymne dazudichteten:, die so endet: "Schön dass es dich gibt!"

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