Mobilität im Bezirk Baden
Eltern-Aufstand wegen schlechter Schulbus-Verbindungen

7Bilder

BEZIRK BADEN. Eine Initiative aus Teesdorf (Die BEZIRKSBLÄTTER berichteten in der vorwöchigen Steinfeld-Ausgabe) brachte eine Lawine ins Rollen: 51 Teesdorfer Kinder und Jugendliche brauchen für einen neun Kilometer langen Schulweg per Bus eineinhalb Stunden. Der Weg führt nicht etwa nach Hintertupfing, sondern ins nahe Gainfarner Gymnasium. Schuld am langen Schulweg sind katastrophale öffentliche Verbindungen.

Auch Baden leidet

Kaum war die Ausgabe in der Vorwoche erschienen, ging die Mailbox der Redaktion über. Denn nicht nur SchülerInnen aus Teesdorf, sondern aus dem ganzen Bezirk sind betroffen, sogar aus der Nachbarstadt Baden.
Mutter Barbara Engl aus Baden schreibt punktgenau: "Auch der Fahrplan für Badener Kinder ist verbesserungswürdig. Die Busse am Morgen fahren zwar relativ früh (Schulbeginn ist 8:10. Die Busse 361 treffen nach Fahrplan um 7.41 Uhr ein - mit der späteren Verbindung besteht Gefahr zu spät zu kommen). Der letze Bus von der Schule fährt um 14 Uhr. Alle Kinder haben ab der 1. Klasse zumindest einmal Nachmittagsunterricht pro Woche mit Ende um 15:25/16:15 oder 17:05 Uhr. Die Busse von der Hochstraße (Bad Vöslau Apotheke) fahren um 15:03/15:58/ 16.33/ 17.03/17.38. Weiters sind die Busse aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens oft verspätet und eventuelle Anschlüsse werden verpasst. Natürlich hole ich dadurch meine Kinder so oft wie möglich von der Schule ab, obwohl ich es aus Gründen des Umweltschutzes lieber lassen würde."
Ebenfalls aus Baden schreibt Andrea Eibl: "Es gibt in den Bussen zuwenig Sitzplätze. Meistens bringe ich deshalb mein Kind mit dem Auto, wie viele andere Eltern auch, zur Schule - jeden Tag Stau."

Kein Nachmittags-Bus

Anja Bruckner kritisiert die Busverbindung von St. Veit im Triestingtal ins von dort wenige Kilometer entfernte Gymnasium Gainfarn. "Mit dem Auto brauchen wir nicht mal 10 Minuten und mit dem Bus fährt mein Sohn fast eine Stunde mit 18 Stopps. Und einen Retourbus von Gainfarn nach St. Veit gibt es, glaube ich, gar keinen."

Problem der Zuzügler

Jutta Kummer aus Tattendorf schreibt: "Ich spreche für viele betroffene Familien. Nicht nur die Verbindung zum Gymnasium Gainfarn ist pauschal gesagt ein Witz, sondern auch in die gegensätzliche Richtung, ins Gymnasium Don Bosco in Unterwaltersdorf. Ich kämpfe gerne für Minoritäten, die meiner Ansicht nach in den nächsten Jahren zur Majorität anwachsen werden. Denn durch den ständigen Ausbau der Wohnbauanlagen in Tattendorf und der Umgebung, wächst der Bedarf stetig."
Manuela Schneider, ebenfalls aus Tattendorf, schreibt: "Nach der 8. Stunde (15:25 ) gibt es keinerlei Verbindung mehr, da herrscht vor der Schule immer absolutes Autochaos, da viele Kinder natürlich abgeholt werden müssen."

Gemeinde verhandelt mit VOR

Solche Briefe könnten wir noch viele hinzufügen. Das Problem brennt unter den Nägeln. Das weiß auch der Vöslauer Bürgermeister Christoph Prinz, die Schule steht ja in seiner Stadt. Er kann aber auch nur auf Verhandlungen mit dem VOR vertrösten. "Erst vorige Woche sind wir wieder mit Experten zusammengesessen, um alle Wünsche zu deponieren. Der VOR hat ja seine Buslinien neu ausgeschrieben." Eine Lösung ist laut VOR erst für 2020 in Sicht.

(Die Bilder stammen von Montag, 12. November, 8 Uhr früh)

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen