Fitness-Lady will Tierschutz-Volksbegehren

Agnes Gispert betreibt das Fitnessland in Oeynhausen und ist für das Tierschutzvolksbegehren Regionalkoordinatorin für Niederösterreich. Beraten wird sie unter anderen vom ehemaligen Pottensteiner Bürgermeister Manfred Schweiger.
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  • Agnes Gispert betreibt das Fitnessland in Oeynhausen und ist für das Tierschutzvolksbegehren Regionalkoordinatorin für Niederösterreich. Beraten wird sie unter anderen vom ehemaligen Pottensteiner Bürgermeister Manfred Schweiger.

  • Foto: Foto: El Greco Baden
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BEZIRKSBLÄTTER: Frau Gispert, Sie betreiben ein Fitness-Studio in Oeynhausen. Was haben Tierschutz und Tierwohl mit Fitness zu tun?
AGNES GISPERT: Die Verbindung ist das Thema "Bewusste Ernährung". Ins Fitness-Studio kommen die meisten Menschen zwecks Abnehmen - und das ist oft die Folge falscher Ernährung.

Ist Fleisch falsche Ernährung?
Keineswegs. Regionales Fleisch von gesund lebenden Tieren - das ist es, wofür wir kämpfen.

Was ist Tierwohl überhaupt, etwa am Beispiel eines Schweines gezeigt?
Ein industriell gehaltenes Schwein hat nur 0,7 Quadratmeter Platz im Gestänge, ein Bio-Schwein wenigstens 1,2 Quadratmeter. In der Werbung wird uns vorgegaukelt, Bio-Schweine laufen frei herum. Das ist ein völlig falsches Bild. Schweinegerechte Haltung würde für diese intelligenten Tiere bedeuten, dass sie das tun können, was sie gerne tun - sie graben gerne, also brauchen sie lockeren Boden, sie spielen gerne mit dem Mund, also brauchen sie Beschäftigung. Sie brauchen nicht unbedingt unendliche Weideflächen. Wir wissen zu wenig. Uns geht es um Information und Diskussion.

Das Tierschutzvolksbegehren soll ab Mitte Mai aufgelegt werden und bis ins Jahr 2021 laufen. Messen Sie sich am bisher erfolgreichsten Volksbegehren, dem gegen das Konferenzzentrum in Wien (1,36 Millionen Unterschriften)?
Uns geht es nicht nur um die Unterschriften, sondern auch um die Bewusstseinsänderung - darum, dass wir allen Lebewesen Respekt entgegenbringen müssen. Es geht uns auch um das Überleben der heimischen Landwirte.

Haben Sie auch konkrete Forderungen?
Natürlich. Etwa die, dass kein Tiertransport länger als vier Stunden dauern darf, oder dass Qualzuchten - etwa bei Hunden - verboten werden.

Wie finanziert sich das Volksbegehren?
Wir nehmen kein Geld von politischen Parteien und sind auf Spenden angewiesen. Unter www.tierschutzvolksbegehren.at kann man jetzt auch Patenschaften abschließen.

Wie kommt man zu Ihnen?
MANFRED SCHWEIGER: Wir planen monatliche Stammtische, den nächsten am 14. März um 18 Uhr im Landgasthaus Weingarten in Tattendorf. Bitte um Anmeldungen unter noe@tierschutzvolksbegehren.at. Unsere Herausforderung ist es, mit unseren sehr weitreichenden Inhalten alle Bevölkerungsschichten in ganz Österreich zu erreichen. 1.200 Freiwillige haben sich uns allein in NÖ bereits angeschlossen.

Zu den Personen
Agnes Gispert betreibt das Fitnessland in Oeynhausen und ist für das Tierschutzvolksbegehren Regionalkoordinatorin für Niederösterreich. Beraten wird sie unter anderen vom ehemaligen Pottensteiner Bürgermeister Manfred Schweiger.

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