Florianis wählen ihre Kommandanten

Stefan Mitheis, seit drei Jahren Kommandant von Traiskirchen-Tribuswinkel: ein Job mit viel Verantwortung.
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BEZIRK. „Feuerwehrkommandant": Was wie ein Kindheitstraum klingt, ist ein Knochenjob mit viel Papierkram und ohne Entlohnung. Die Bezirksblätter haben mit Kandidaten gesprochen und gefragt, warum sie sich die Belastung dennoch antun wollen.

Große Verantwortung

„Ich glaube, dass der Beruf des Feuerwehrmannes, noch immer ein Kindheitstraum ist. Ich sehe das bei meinem Enkerl“, erzählt Anton Kerschbaumer, Bezirks-, Viertel- und Feuerwehrkommandant der FF-Baden Leesdorf, schmunzelnd: „Als Kommandant hat man eine große Verantwortung: Wir sind rechtliche Vertreter der Feuerwehr, sind für den Brandschutz zuständig, ebenso für Rechtsgutachten, für feuerpolizeiliche Beschau, für die Erstellung der Einsatz- und Alarmpläne und wir leiten die Einsätze vor Ort“, zählt der Kommandant auf. Das alles ohne Bezahlung, Idealismus ist gefragt: "Der Wunsch anderen zu helfen ist sicher bei uns sehr ausgeprägt. Dazu kommen das technische Interesse und natürlich die Kameradschaft“, begründet Kerschbaumer seine Wahl Kommandant geworden zu sein.

Nachwuchssuche

Bei dem Posten eines Kommandanten gibt es leichte Nachwuchs-probleme. „Es werden ja viele Kurse und Prüfungen verlangt. Das kostet auch eine Menge Freizeit. Es ist leider so, je höher die Funktion, desto schwieriger ist es Nachwuchs zu finden", so Kerschbaumer. Stefan Mitheis ist seit drei Jahren Feuerwehrkommandant von Tribuswinkel. Auch er will anderen Menschen helfen, „außerdem war es bei mir wirklich ein Kindheitstraum. Und ich will am Feuerwehrsektor etwas bewegen, wir müssen am neuesten Stand der Technik sein“, sagt Mitheis. Er vergleicht das Aufgabenprofil eines Kommandanten mit dem eines Firmenmanagers, allerdings ohne dessen Bezahlung.

Zur Sache

Bis Ende Jänner wählen die Florianis im ganzen Land ihre Kommandanten. Im Bezirk Baden gibt es insgesamt 68 Feuerwehren, die 4.429 Mitglieder zählen (von diesen sind 4.102 wahlberechtigt). Die Einsatzkräfte des Bezirks leisteten im Jahr 2015 4.628 Einsätze (Stand vom 7.1.2016 - bis Ende Februar kann es noch Nachnennungen geben).

In den letzten Jahren ist die Zahl der Einsätze im Bezirk stetig gestiegen: Mussten die Feuerwehren im Jahr 2011 zu insgesamt 3.985 Einsätzen ausrücken, waren es 2014 bereits 4.818 Einsätze. Der Bezirk liegt damit nicht im Landestrend: NÖ-weit sind die Einsätze über die vergangenen Jahre leicht zurückgegangen (Im Jahr 2011 waren es 74.148 Einsätze, 2014 73.173. Für 2015 wurden bisher 69.527 Einsatzfälle gemeldet).

Wir haben alle Feuerwehreinsätze in einer Karte dargestellt. Je dunkler das Grün, desto mehr Einsätze gab es in diesem Bezirk. Für mehr Details einfach in die Karte klicken.

Die Einsatzzahlen für das Jahr 2015 sind vorläufige Zahlen. Bis Mitte Februar kann es noch zu Nachnennungen kommen.

Autor:

Rainer Hirss aus Mödling

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