INTERVIEW - Johannes Glück von "Zwa Voitrottln"

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BEZIRKSBLÄTTER: Wieso, um Gottes Willen, gibt man sich so einen Bandnamen?
GLÜCK: (lacht) Ja, das hören wir öfters. Wir, also der Didi (Anm.: Dieter Hörmann, die andere Hälfte des Duos) und ich, schrieben einst an unserem ersten gemeinsamen Lied und als wir mit der Nummer fertig waren, sagte einer von uns ‚Da können wir auf keinen Fall unsere Namen drunter setzen, sowas fällt nur zwa Voitrottln ein.‘ Der Rest ist sozusagen Geschichte.
BB: Was hat sich seit eurem Sieg bei der „Großen Comedy Chance“ des ORF verändert?
GLÜCK: Im Grunde nur das, was wir uns erhofft haben. Wir erhalten wesentlich mehr Buchungsanfragen, unsere Vorstellungen verkaufen sich hervorragend und im Online-Shop unserer Homepage geht auch endlich was weg.
BB: Und auf privater Ebene?
GLÜCK: (grinst) Wir haben endlich beide eine Freundin. Nein, ernsthaft. Der freundliche Kellner hier im Café Weimar ist einer von zwei Menschen, die mich auf der Straße wiedererkannt haben. Keine Ahnung, wer sich die Sendung überhaupt angesehen hat, aber meine Anonymität habe ich dadurch nicht verloren. Beim Didi ist das ein bisschen anders. Der kommt ja aus dem Weinviertel, aus einem schönen Ort namens Schrick. Dort wird sogar sein Vater manchmal von Fans belagert. Der Didi ist ein Superstar in Schrick. (lacht)
BB: Du bist ausgebildeter Musiker und hast sogar einen Konservatoriumsabschluss.
GLÜCK: Ja, das stimmt. Ich habe am Konservatorium der Stadt Wien im Jahr 1996 abgeschlossen. Diese Abteilung, an der ich gelernt habe, nennt sich ‚Musikalisches Unterhaltungstheater‘, klingt zwar ein bisschen sperrig, ist aber die absolut richtige Bezeichnung. Es geht da um Theater, Musicals, Operetten und solche Dinge. Man lernt im Grunde alles, was man auf einer Bühne brauchen kann: Schauspiel, Gesang und Tanz. Der Stundenplan ist recht intensiv. Man lernt wirklich von früh bis spät und das sechs Tage die Woche. Tanzen kann ich allerdings bis heute nicht.“
BB: Kommen wir nochmal auf den Namen zurück. Habt ihr vor den irgendwann zu ändern, um seriös zu wirken?
Na, aber auf gar keinen Fall! Wir waren nach unserem Sieg auf der Titelseite der Mistelbacher NÖN und lustigerweise war über unserem Foto eine riesige Titelzeile mit den Worten ‚Der Name bleibt‘. Das fanden wir eigentlich recht passend, auch wenn es bei der Geschichte eigentlich um eine Straße in Mistelbach ging, die nach einem alten Nazilehrer benannt wurde. Erschütternderweise sprachen sich zu wenig Bürger für einen Namenswechsel aus.
BB: Ihr sagt also quasi: einmal Voitrottl, immer Voitrottl?
GLÜCK: (lacht) Genau! Überleg doch mal: Wir dürfen uns jetzt im Grunde fast alles erlauben, was uns einfällt. Wir sind ja schließlich nur zwei Volltrottel. Irgendjemand meinte einmal zu uns, dass unsere Texte so g‘scheit sind, wir sollten uns ‚Zwa Intellektuelle“ nennen. Ist ja prinzipiell nicht schlecht, aber ich bitt‘ dich, schau uns doch mal an. (lacht)
BB: Hast du nicht auch einen Draht nach Berndorf und zu Michael Niavarni?
GLÜCK: Ja, allerdings. Der Nia ist ein ganz lieber Kerl, dem ich viel zu verdanken habe. Ich habe damals am Buch zum ‚Perfekten Desaster Dinner‘ mitgearbeitet. Es wurde dann zwar noch einiges verändert, aber die Urfassung wurde von mir übersetzt und bearbeitet. Sie haben es dann noch stärker ‚niavaranisiert‘, damit hatte ich dann aber nichts mehr zu tun.
BB: Wie geht‘s jetzt weiter?
GLÜCK: Vor der Großen Chance sind wir gekommen, haben gesungen und sind wieder gegangen. Jetzt machen wir dasselbe. Ziemlich erschütternd, oder?

Autor:

Markus Leshem aus Schwechat

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