Jeder Vierte vergaß zu blinken

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BADEN. Untersuchungen zeigen: Kreisverkehre verkürzen die Wartezeit für Autofahrer und senken auch die Unfallhäufigkeit, wie dies das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) betont. Die BEZIRKSBLÄTTER haben sich am Montag 8 Uhr früh am Badener Josefsplatz auf die Lauer gelegt und ganz genau gezählt, wie viele Autos pro Stunde durch einen Kreisel düsen – und wie viele davon aufs Blinken verzichten.

15 Nichtblinker in zehn Minuten

Gleich in den ersten zehn Minuten erwischen wir 15 Autofahrer, die ohne zu blinken den Kreisverkehr verlassen. Dabei weist ein Schild im Kreisverkehr darauf hin, dass das Blinken Pflicht ist. In Summe sind nach einer Stunde exakt 432 Autos durchgefahren, fast ein Viertel - 79 - davon haben nicht geblinkt.
"Je flüssiger es im Kreisverkehr zugeht, desto öfter wird wohl auf das Blinken vergessen", sagt auch Inspektor Günther Skrianz von der Polizei Baden. Wer bei diesem Fehler erwischt wird, für den ist es nicht ganz unbillig: Paragraf 11 der Straßenverkehrsordnung (Absatz 2) regelt die Strafe für das "Nicht-Anzeigen der bevorstehenden Änderung der Fahrtrichtung" mit 30 Euro. "Ich habe sogar 45 Euro Strafe gezahlt", sagt Elisabeth Bauer.

Kreisverkehre bringen Verkehrssicherheit

Leopold Habres, Ex-Polizist und heute Seniorenbundobmann in Baden, erinnert sich, dass Nichtblinken früher mit einer kostenlosen Verwarnung geahndet wurde. Kreisverkehre hätten prinzipiell erheblich beigetragen, Unfallhäufungspunkte zu entschärfen.
Es kommt aber halt auch auf den Kreisverkehr an. Der größte Kreisverkehr im Bezirk ist der vor der A2-Auffahrt Kottingbrunn. Dort erwischen Ortsunkundige oft nicht die richtige Abfahrt, hat Sissy Rosenbichler beobachtet. "Ich hab dort einmal einen gesehen, der falsch hineingefahren ist, zum Glück war kein Gegenverkehr", erzählt Katja Kabelka. Auch Sigrid Jäger meint: "Manchmal ist es in mehrspurigen Kreisverkehren Nervensache, sich auf eine Spur zu zwicken."

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Autor:

Gabriela Stockmann aus Baden

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