Kommentar von Erich Wellenhofer zu "Fidelio"
Kampf um Liebe, Macht und Freiheit

Es ist für einen Ort wo Beethoven gelebt und gewirkt hat etwas Besonderes, wenn seine Oper „Fidelio“ neu inszeniert aufgeführt wird. Die Bedeutung seines menschlichen Freigeistes dieses Musikgenies soll besonders der heutigen Jugend ins Bewusstsein gerückt werden. Seine Oper hat herrliche musikalische Passagen, die auch sehr schwer zu singen sind und an die Darsteller höchste Ansprüche stellen. Von der Handlung her – es spielen die beiden Akte im Gefängnis – geht es um die Liebe zu einem schuldlosen Gefangenen, den Rachegefühlen eines Machtgierigen und der Rettung des Unschuldigen durch seine Geliebte und das glückliche Ende aus der Tyrannei. Die Hauptdarstellerin singt eine Arie die über zwei Oktaven ohne Atemunterbrechung eine Tonleiter und der Hauptdarsteller hat fast unmenschliche gesangliche Ansprüche im zweiten Akt zu bewältigen. Eine wahre Meisterleistung für die Darsteller. Bei der Neuinszenierung in Baden wurde eine Beziehung zur Jetztzeit hergestellt. Hochbrisante Geheimnisse und dubiose Machenschaften wie sie derzeit aufgedeckt werden bringen die Aufdecker in höchste Gefahr. In Beethovens Oper ist ja von einem Staatsgefängnis die Rede in dem Systemkritiker gefangen gehalten werden.
Erlösend zum Schluss die durch den Minister angeordnete Generalamnestie.

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