Lärmschutz für Alland: Licht am Horizont oder neuer Streit?

Alexandra Dietl, Christoph Lechner, Karl Weintögl
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ALLAND. Autobahnlärm ist in Alland, einer Gemeinde an der Außenringautobahn A21, schon seit vielen Jahren ein Thema. Zahlreiche Unterschriften für einen modernen Lärmschutz wurden gesammelt, bislang vergeblich. Nun ist aber Bewegung in die Angelegenheit gekommen.

Konzept wird erarbeitet
Neueste Messungen haben nämlich eine doch sehr deutliche Zunahme des Verkehrs auf der A21 ergeben, einer neuen Verordnung des Verkehrsministers zufolge sind auch wesentlich mehr Häuser vor Lärm zu schützen - nämlich alle, die vor 2007 gebaut wurden. (Von den später gebauten wird vorausgesetzt, dass sie mit vollem Wissen in eine Lärmzone gebaut wurden.)
Bis Anfang Juli soll der Autobahnbetreiber Asfinag nun ein Lärmschutzkonzept vorlegen, das sowohl einen Zeitplan als auch ein Kostenausmaß beinhaltet. "Bis dahin wird die Gemeinde das Raststättenareal nicht verkaufen", sagt Klaus Perl von der Liste SPÖ-UBA und ortet einen Meinungswechsel bei der regierenden ÖVP unter Bürgermeister Ludwig Köck.

"Erpressung nicht statthaft"
Dieser aber winkt ab: "Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Der Käufer des Raststättenareals ist die Republik Österreich und nicht - wie vielfach kolportiert - die Asfinag. Eine Erpressung der Asfinag, dass sie nun den Lärmschutz zur Gänze auf ihre Kosten errichten müsse, ist nicht statthaft. Der Lärmschutz für Alland ist wichtig, keine Frage. Die Gemeinde ist auch bereit, einen Kostenanteil zu übernehmen, eventuell auch die NÖ Landesregierung um einen Zuschuss zu bitten. Der Verkauf der Raststätte ist aber, ich betone es noch einmal, nicht mit dem Lärmschutzprojekt in Verbindung zu bringen." Im Augenblick gehört das Raststättenareal noch der Gemeinde, auch der kolportierte Verkaufspreis von 1,6 Millionen gilt noch immer. Am Kaufvertrag mit der Republik Österreich werde noch gefeilt, sagt Köck.
Der Bürgermeister sieht auch keinen Anlass, die Causa Lärmschutz oder Raststättenverkauf auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am 12. März (19 Uhr im Rathaus, öffentlich) zu setzen. Die Initiatoren der Lärmschutzinitiative ersuchen trotzdem um eifrigen Besuch der Sitzung.

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Klaus Perl (SPÖ-UBA): "Ich bedanke mich bei der Bürgerinitiative und freue mich, dass sich nunmehr auch die ÖVP unserer Meinung angeschlossen hat und ein Verkauf des Raststättengeländes erst nach positiver Erledigung des Lärmschutzthemas erfolgen wird."

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