Liste Flammer feiert den 35er

Vision 1: Konzertsaal im Schloss Gainfarn
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BAD VÖSLAU. Sie ist die längstgediente Bürgerliste des Landes Niederösterreich. Die Liste Flammer feierte am Freitag ihren 35. Gründungstag, der am 14. April 1984 war. Ein Jahr später zog Listengründer Alfred Flammer, ein ehemaliger "Roter", mit einem Erdrutschsieg als Bürgermeister ins Rathaus ein. Seither regierte die Liste ununterbrochen mit absoluter Mehrheit.
2003 folgte Christoph Prinz Alfred Flammer als Bürgermeister nach. Im Lauf der Jahre schrumpfte die Mehrheit, aktuell verfügt man noch über eine Mehrheit mit einer Stimme - gegen die Oppositionsfraktionen Grüne, FPÖ, ÖVP und SPÖ. Am Freitag präsentierte sich die Liste zum Wahlkampfauftakt als junggeblieben - mit mehr und weniger konkreten "Visionen".

Kultur, Soziales, Verkehr

Das Schloss Gainfarn soll nach Plänen des Architekten Wehdorn um 14 Millionen zu einem Kulturtempel umgebaut werden, wurde verkündet. Die bestehenden 1300 Quadratmeter sollen parkseitig einen 1300 Quadratmeter großen Zubau erhalten, inklusive einen 300 Personen fassenden Konzertsaal. Das Projekt wartet auf Bewilligung und Förderung des Landes.
Sozialstadträtin Anita Tretthann präsentierte Visionen, die wesentlich weniger kosten, aber nichts desto trotz für ein Zusammenleben in der Stadt wichtig sind: Sie träumt vom Kostnix-Laden, dem Garten der Begegnung und barrierefreiem Seniorenwohnen in leerstehenden Geschäften im Zentrum. Sie dankte beeindruckenden 200 Ehrenamtlichen, die in ihrem Netzwerk mithelfen. Gelebter Zusammenhalt vom Feinsten.
Die größte und auch emotionalste "Vision" wurde zum Schluss an die Wand geworfen: die Attraktivierung und Beruhigung des Zentrums, möglicherweise der Anfang vom Ende einer 35 Jahre dauernden Verkehrsdebatte. Denn diese "Vision" hat schon viele Väter und Mütter, das wurde nicht erwähnt. Die präsentierten Bilder beruhen auf der wissenschaftlichen Vorarbeit von Dr. Frey (TU Wien) und der Agentur Traffix und sind auch auf beharrlichen Druck der Opposition zurückzuführen. Die Diskussionen darüber werden noch länger dauern. Aber immerhin: Erstmals wurde die Zentrumsberuhigung sogar bejubelt. Integriert ins Konzept ist auch ein begrüntes Parkhaus im Bereich Edgar Penzig Franz Straße.
Am Ende übten sich Mandatare auf der Bühne im Absingen der Vöslau-Hymne. Sie wurde von Michael Lauda nach der Melodie von Fendrichs "I am from Austria" eigentlich für den Fasching getextet.

Hymne mit Seitenhieben

Kleine Seitenhiebe auf Andersdenkende, die in dem Text als "Pessimisten" bezeichnet werden, kann man sich in Wahlkampfzeiten halt nicht verkneifen. Und der Reim zum Schluss: Wein und Fingerfood schmeckte allen gut.

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