Regen und Blitze wie im Hochsommer

Wolke zu Erde-Blitze
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BEZIRK BADEN. Ein Gewitter, wie es sonst nur im Hochsommer kommt, spielte sich in den Abendstunden von 2. auf 3. Mai über dem Bezirk Baden ab. "Innerhalb weniger Stunden fiel im Osten Österreichs so viel Regen wie sonst in einem durchschnittlichen Mai", so die Experten von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). In Klausen-Leopolsdorf (N) wurden in dieser Nacht 60 Millimeter Regen gemessen. Im Mittel sind es hier im gesamten Mai 113 Millimeter.

In Niederösterreich und in Wien gab es in den letzten fünf Jahren nur selten Tage mit so vielen Blitzen - 18.824 Blitze registrierte das österreichische Blitzortungssystem ALDIS, fast alle davon über dem Osten des Landes. Für viele Wetterbeobachter war es eine außergewöhnliche Blitznacht. In den letzten fünf Jahren gab es über Wien und Niederösterreich selbst im Hochsommer kaum einen Tag mit so viel Blitzen. 4.528 Mal schlug in Niederösterreich der Blitz ein, Bezirkszahlen gibt es leider nicht.

Seit Jahresbeginn (bis 2. Mai) sorgte diese Gewitternacht damit für einen Rekordstart. Noch nie seit Beginn der Messungen im Jahr 1992 wurden in den ersten vier Monaten eines Jahres so viele reine Wolken-Erde-Blitze (knapp 5000) in Niederösterreich gemessen wie heuer.

Das Risiko, im Bezirk von einem Blitz getroffen zu werden, ist übrigens statistisch betrachtet ein wenig unterschiedlich. Die meisten Blitzeinschläge - statistisch 1,33 pro Quadratkilometer und Jahr gibt es in Berndorf, gefolgt von der Stadt Baden mit 1,08 und Traiskirchen 0,92. Das geringste Risiko liegt in Ebreichsdorf mit statistischen 0,64 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer und Jahr.

Während sich viele fürchteten, war das Gewitter für den Sooßer Fotografen Martin Zorn "endlich wieder mal ein geiles Wetter". Er hielt die rekordverdächtige Blitznacht in "zündenden" Bildern fest.

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