Tierrettung: Pferd im Bachbett eingeklemmt

Die Bergung des Pferdes erwies sich als komplexe Herausforderung für die FF Gainfarn und die FF Weißenbach
  • Die Bergung des Pferdes erwies sich als komplexe Herausforderung für die FF Gainfarn und die FF Weißenbach
  • Foto: FF Gainfarn
  • hochgeladen von Gabriela Stockmann

Ungewöhnliche Tierrettung am Pfingstmontag in Gainfarn: Ein Pferd war bei einem Ritt auf einem Güterweg mit den Hinterhufen auf die Böschung zum angrenzenden Bach geraten, abgerutscht und ins Bachbett gestürzt. Zusammen mit einer Tierärztin, die das Pferd beruhigte wurde in Kooperation der Feuerwehren Gainfarn und Weißenbach das Tier mit Hebegeschirr aus dem Bach befreit. 19 Mann waren im Einsatz.

Zum Verlauf

Dem Einsatzleiter war bewusst, dass die Mittel der FF Gainfarn für dieses Szenario nicht ausreichen, daher musste fremde Hilfe angefordert werden. Vorrangig wurde ein Tierarzt benötigt, der den Umgang mit Pferden beherrscht; über den Kontakt zu einem Mitglied der Nachbarfeuerwehr Großau konnte rasch eine Tierärztin verständigt werden, die zur Unfallstelle kam und dem Tier eine erste Injektion zur Beruhigung verabreichen konnte. Gemeinsam mit einem Helfer und einer parallel dazu verständigten zweiten Tierärztin wurde das Pferd in seiner Lage medizinisch stabilisiert und für die Rettungsaktion vorbereitet.
Über die BAZ Baden wurde die FF Weißenbach alarmiert, die einen Hebegurt für Großtierrettungen stationiert hat und für solche Arbeiten ausgebildet ist.
Nach Eintreffen der Weißenbacher Kameraden wurde die Vorgangsweise gemeinsam mit den Tierärztinnen besprochen, um das Tier möglichst schonend aus seiner Lage befreien zu können. Die große Herausforderung war, das Hebegeschirr im engen Bachbett unter den Körper des Tieres zu bekommen; mit der Muskelkraft vieler anwesender Feuerwehrmänner gelang es, das Gerät richtig zu platzieren. Danach wurde das Tier mit dem Kran vorsichtig über die Böschung in das angrenzende Feld gehoben. Nach einer Erholungszeit und weiterer tierärztlicher Betreuung konnte das Pferd schließlich alleine aufstehen.
Da nach Einschätzung der Tierärztin keine gravierenden Verletzungen aufgetreten waren, konnte das Pferd mit seinen Begleiterinnen zurück zum Stall gehen und der Einsatz der Feuerwehren nach etwa drei Stunden beendet werden.
Eingesetzt waren 19 Mann der FF Gainfarn mit RLF, TLF und KDOF sowie 8 Mann der FF Weißenbach mit SRF und Begleitfahrzeug.

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