Vandalenakt auf umstrittene Villa

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BADEN (lorenz, gast). Die einmalige teure Inneneinrichtung ist zerstört, die Wände des Gebäudes und die Außenmauer bösartig beschmiert. „Ein Vandalenakt“, ist sich Oberst Walter Santin, Kommandant der Stadtpolizei Baden, sicher. Die Polizei vermutet, dass im Dezember noch unbekannte Täter in die "Krausvilla" am Areal des ehemaligen Hotels Caruso eingedrungen sind und furchtbar gewütet haben. Das Landeskriminalamt hat Spuren sicher gestellt. Das Objekt ist ein Baujuwel der Kurstadt. Selbst als nach dem zweiten Weltkrieg die Russen hier einquartiert waren, erkannten sie den Wert dieses Gebäudes und hinterließen es unbeschädigt. Ebenso die späteren Besitzer, die Gewerkschaft, und später als es ein Seminarhotel wurde (Hotel Caruso), wurden die Villa und ihr wunderschöner Garten geschont.
Eigentümer ist seit September (nach Umwidmung des Areals auf Wohnbau) die Kärntner Baufirma Kollitsch, die - so weiß Thomas Brandner von der Bürgerinitiative Trostgasse - bereits ein Bauprojekt eingereicht hat. "Mit 89 Wohnungen und 5 bis 6 neuen Villen. Eine Abbruchgenehmigung für das alte Hotel Caruso samt Appartements aus den 70er-Jahren gibt es bereits für Februar oder März. Die Villa Kraus soll zwar laut Projekt bestehen bleiben, wir Anrainer sind aber nach dem Vandalenakt alarmiert und fürchten, dass die Villa Kraus mit Absicht kaputt gemacht werden soll."

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