Traiskirchen
Zu Besuch beim Ziegenpeter

Um bei Kindern das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren und Natur zu fördern, ist Anja Adelmann regelmäßig in Traiskirchner Schulen auf Besuch.

TRAISKIRCHEN. Die Studentin der Umweltpädagogik ist in der Stadtgemeinde Traiskirchen für den Bereich Umweltschutz aktiv und war Anfang Oktober bei der 3b der Volksschule Möllersdorf zu Gast, um mit ihnen gemeinsam Wissenswertes über Nutztiere zu erarbeiten. In Zentrum des Interesses standen Ziegen und Schafe, verfügt doch Traiskirchen über eine eigene Ziegen- und Schafherde, die als natürliche Landschaftspfleger im Einsatz sind.

Der Schultag begann mit einer kurzen Einführung in die biologische Tierhaltung, bei der die Kinder ihr vorhandenes Wissen über das Thema einbringen konnten. Nach der Theorie ging es in die Praxis. Die Gruppe machte sich auf den Weg zum Garten der Begegnung, wo sie auf Petru Pop trafen. Der „Ziegenpeter“ beweidet mit seiner Ziegen- und Schafherde Traiskirchens Wiesen und belebt damit die alte Weidetradition, die in unserer Region früher beheimatet war. Er hatte vier seiner Ziegen von seinem Hof mitgenommen. Bei den Schülern und Schülerinnen löste die erste Begegnung mit den Tieren großes Staunen aber auch Freude aus. Sobald die erste Scheu überwunden war, wurden die Tiere bewundert, gefüttert und gestreichelt.

Wir melken eine Ziege

Der Höhepunkt des Ausfluges war sicher das händische Melken, welches die Kinder dann auch gleich selbst ausprobieren konnten. Obwohl sich dies als nicht ganz so einfach herausstellte, hatten sie großen Spaß daran. Anschließend wurde die frische Milch verkostet und wer wollte, durfte sich noch nachschenken.

Bitte nicht füttern

Zum Schluss konnten die Kinder dem „Herr der Ziegen“ auch Fragen stellen, besonders interessiert hat die Kinder die Tierhaltung und das Verhalten der Tiere. Die Kinder erfuhren auch, dass der tägliche Speiseplan der Tiere feine Kräuter, ausgewählte Gräser und würzigen Klee beinhaltet. Petru Pop kümmert sich darum, dass sie genau das Futter bekommen, welches ihnen auch wirklich schmeckt und vor allem gut tut. So werden die Ziegen immer wieder mit Brotresten versorgt, was ihnen aber überhaupt nicht gut tut. „Bitte auf keinen Fall füttern“, appelliert Ziegenhirte Petru Pop, „das kann für die Tiere fatal enden“.

Nach viel gesammeltem Wissen, ging es wieder zurück in die Schule. Den Schülern und Schülerinnen hat der Ausflug großen Spaß gemacht und sie freuen sich schon auf die nächste Begegnung mit den Ziegen.

Autor:

Gabriela Stockmann aus Baden

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