Gemeinderatswahl 2020 - die Sieger
Bezirk Baden blieb "rot"

Andreas Babler jubelt über den Erhalt von 28 SPÖ-Mandaten - das sichert ihm in der roten Hochburg eine satte Dreiviertelmehrheit.
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  • Andreas Babler jubelt über den Erhalt von 28 SPÖ-Mandaten - das sichert ihm in der roten Hochburg eine satte Dreiviertelmehrheit.
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BEZIRK BADEN. Auch wenn sie wackelten, sie fielen nicht: In keiner Gemeinde wurden regierende Listen und Parteien von der Opposition "gestürzt". Und: Der Bezirk Baden ist der einzige NÖ-Bezirk, in dem nach dieser Gemeinderatswahl die Mehrheit aller 30 Gemeinden noch "rot" ist. Im Bezirk wurden 25.738 Stimmen für VP-Listen und 27.965 für SP-Listen abgegeben.

Hochburg Traiskirchen

Maßgeblich entscheidend waren die rote Hochburgen, die es im Bezirk Baden noch gibt. Drei von fünf Bezirksstädten, nämlich Berndorf, Ebreichsdorf und Traiskirchen bleiben in der Hand der Sozialdemokratie. Die SPÖ Traiskirchen mit dem "Team Andi" (Andreas Babler ist Kritiker der Bundes-SPÖ) konnte mit 6.781 Stimmen und 71,53 % alle 28 Mandate und damit die Dreiviertelmehrheit verteidigen. "Yeeeaah" sagte Babler dazu.
Nicht minder "gewichtig" bleibt die SPÖ in Trumau, wo sie mit 1.535 Stimmen 71,9 % hält. Bürgermeister ist dort Nationalsratsabgeordneter Andreas Kollross.
Eine SPÖ-Mehrheit wird es künftig auch wieder in Berndorf geben, wenn auch eine "geschrumpfte". Die Roten sackten um 20 % auf 35 % ab, mit 12 von 33 Mandaten, eine Koalitionsregierung bahnt sich an. Die Liste Zukunft Berndorf, die mit dem ehemaligen roten Bürgermeister Hermann Kozlik an der Spitze antrat, holte aus dem Stand beachtliche 17,05 % und 5 Mandate. In Ebreichsdorf hält die SPÖ mit 16 von 33 Mandaten die Mehrheit, muss sich allerdings auch einen Koalitionspartner suchen. Spannend könnte die "Regierungsfrage" auch in Enzesfeld/Lindabrunn werden. Dort gewann die SPÖ 14 % dazu und könnte nun gemeinsam mit der ÖVP den Bürgermeister stellen. Die regierende Liste von Bgm. Franz Schneider verlor 8 % - einer von wenigen Regierenden, die "verloren".

Mächtige halten Stellung

Und die ÖVP? Sie konnte zulegen oder die Macht ausbauen. Etwa in Baden, wo man sich mit einer ÖVP/Grünen/Neos-Dreierkoalition über die letzten fünf Jahre rettete, gewannen sogar alle drei Koalitionsparteien dazu - die ÖVP hält nun bei 18 (vorher 15), die Grünen bei 8 (vorher 5) und die Neos bei 2 (vorher 1) Mandaten. Lange Gesichter hingegen bei "wir badener", die 4 Mandate verloren.
In Kottingbrunn machte Bürgermeister Christian Macho (ÖVP) alles klar. Seine Partei gewann mit neun Mandaten Plus die Absolute - das war das beste VP-Ergebnis im Land. Allerdings droht hier eine Wahlanfechtung.
Die Liste Flammer in Bad Vöslau schaffte - allen Prognosen zum Trotz - erneut die "Absolute". Nach 35 Jahren Alleinregierung sieht man sich mit 19 Mandaten nun wieder einer Opposition gegenüber, die - gesammelt - auf 18 Mandate kommt.
Unterm Strich: Im Bezirk hält die Sozialdemokratie trotz Minus 3 % immer noch eine Mehrheit gegenüber der ÖVP (plus von 2,6%). Somit ist Baden der letzte "rote" Bezirk im Land. Freuen dürfen sich auch die Neos: Sie schafften in Ebreichsdorf, Traiskirchen und Bad Vöslau auf Anhieb den Einzug in die Ortsparlamente, in Bad Vöslau sogar mit zwei Mandaten.

Andreas Babler jubelt über den Erhalt von 28 SPÖ-Mandaten - das sichert ihm in der roten Hochburg eine satte Dreiviertelmehrheit.
Die Neos jubelten in Bad Vöslau über ihr bestes Bezirksergebnis: plus 2 Mandate beim ersten Antreten
Autor:

Gabriela Stockmann aus Baden

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