Wirbel um Mathe-Matura

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BADEN. Große Aufregung im Gymnasium Frauengasse. Ein Lehrer wurde vom Dienst suspendiert, er soll Maturanten bei der Mathe-Matura "geholfen" haben. Er soll sich zu diesem Zweck zur fünfstündigen Aufsicht während der Zentralmatura bei seiner Mathe-Klasse eingeteilt haben. Schlussendlich gab es tatsächlich keine negative Note. Allerdings bekam die Behörde Wind von den Vorgängen und überprüfte die Arbeiten. Die Schüler mussten um ihr Maturazeugnis zittern. Bei der Maturafeier hatte Noch-Direktor Roderich Magyar diese Tatsache verkündet, der verdächtige Lehrer ist vom Dienst suspendiert worden.

Arbeiten herabgestuft

Tatsächlich wurden dann einige Arbeiten "herabgestuft" (allerdings auch welche in anderen Klassen von anderen Lehrern), mit einer Ausnahme blieben aber alle Noten positiv, die Schüler haben inzwischen alle ihr Maturazeugnis. Und der eine Schüler, der im Nachhinein mit einem Fünfer beurteilt wurde, hat gegen diese Note berufen, sein gutes Recht.

Skepsis aus Lehrerkreisen

Aus Lehrerkreisen wird dem betroffenen Lehrer seit Jahren ein "Machtverhalten" konstatiert, und der bisherige Direktor, dessen letztes Dienstjahr zu Ende geht, soll "weggeschaut" haben.

Offener Brief an die Schulbehörden und Demo am Hauptplatz

Anders die Eltern und die Schüler: Der Lehrer sei sehr beliebt und "ein Vorbild" gewesen, heißt es von dort. Man sieht in seiner Suspendierung eine "Vorverurteilung", ein Zeichen gegen sein menschliches Engagement. Am Donnerstag, 25. Juni, ist für 17.30 Uhr am Hauptplatz in Baden eine Solidaritätskundgebung angekündigt. Ebenso haben die Eltern der 7a, wo der Lehrer Klassenvorstand ist, eine Darstellung aus ihrer Sicht an die Schulbehörden verfasst.
Weder aus der Schule noch vom betroffenen Lehrer selbst war ein Statement zu bekommen.

Statement aus dem Landesschulrat

Landessschulratspräsident Hermann Helm: "Wir haben eine anonyme Anzeige bekommen, dass es bei der Benotung der Maturarbeiten zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei. Das hat sich bei der Überprüfung als wahr herausgestellt. Ich würde sagen, es war eine oberflächliche Beurteilung. Der Lehrer wurde vorläufig suspendiert, innerhalb von vier Wochen muss die Disziplinarkommission entscheiden." Dauerhafte Suspendierungen gibt es übrigens kaum, der Lehrer werde wohl, so Helm, mit einer Verwarnung davonkommen.

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