Wunder der Natur: Wildblumen
Grüne Schneerosen - Fakt oder Fake?
- Grüne Schneerosen - Fakt oder Fake? ...
- Foto: © H. Zell / Wikimedia
- hochgeladen von Silvia Plischek
Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Natur- und Pflanzenfreunde!
*** Gibt es grüne Schneerosen? ***
Diese Frage wurde im Gesprächsforum zu meinem diesjährigen NÖ-Schneerosen-Streifzug kontrovers diskutiert und dementsprechend der Anlass zu diesem Beitrag.
Ja, es gibt sie tatsächlich - die grünen Schneerosen! ...
Allerdings muss man hierbei zwischen eigenständigen Arten und dem Zustand resp. Reifeprozess der Blüten unterscheiden, und zwar:
Vergrünung der klassischen, weißen Schneerose (Helleborus niger):
Die klassische, weiße Schneerose (auch Christrose oder Schwarze Nieswurz genannt) verfärbt sich gegen Ende ihrer Blütezeit oft grün. Dies geschieht, wenn sich die Blüte nach der Bestäubung in einen Samenstand verwandelt, soll heißen: Aus den drei bis acht nur an der Basis verwachsenen Fruchtblättern entwickeln sich Balgfrüchte mit zahlreichen Samen. Die Reifezeit der Samen fällt in den Frühsommer. Im Zuge dieses Vorgangs resp. Reifeprozesses werden die ursprünglich weißen Blütenblätter zuerst rosa bis rot und verfärben sich letztlich ins Grünliche, wie beispielsweise meine Schneerosenbilder vom Gaisstein zur beginnenden und fortschreitenden Grünfärbung zeigen.
Grüne Nieswurz (Helleborus viridis):
Die Grüne Nieswurz ist eine eigenständige Art innerhalb der Gattung Helleborus, die von Natur aus hell- bis gelbgrüne Blüten hat. Die beigefügten Bilder von Wikimedia/H.Zell sollen Euch dies veranschaulichen. ***)
Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus):
Diese Art trägt ebenfalls grüne, oft rotgeränderte Blüten, wie die Fotos von Wikimedia/Wildfeuer bildlich unterstreichen. ***)
Hybriden:
Es gibt auch gezüchtete Sorten, die cremegrüne oder zartgrüne Blütenfarben aufweisen.
Wichtiger Hinweis:
Alle Helleborus-Arten (einschließlich der grünen Varianten) sind stark giftig.
Liebe Grüße Silvia
***)
Zusätzliches Leserservice:
Als zusätzliches Infoangebot für detailinteressierte Leser*innen stehen im Anschluss in den beitragserweiternden, ersten Kommentarrubriken noch weitere wissenswerte Zusatzinformationen, Quellen, weiterführende Links und Bilddokumentationen zur Verfügung.
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