Laufbericht 1. Schneeberg-Trail Teil 2/4 - Himmel

Morgenstimmung bei Puchberg
6Bilder

Fortsetzung von Teil 1:
Zunächst geht es durch den Ort, aber schon bald fädeln wir uns mit einem kurzen Stau - der mit Humor getragen wird - auf einen schmalen Pfad ein der aus Puchberg hinaus an Gehöften vorbei auf eine wunderschöne Wiese führt. Ach ja, wer mich kennt weiß natürlich, daß ich bei so einem Ereignis unbedingt einen Fotoapparat dabeihaben muß. Auch wenn´s mich ein paar Minuten und ein paar Plätze kosten wird, ich habe vor einige Fotos und Videos von meinem Lauf zu machen, das MUß einfach sein. Also hab ich mir von meiner Tochter ihre kleine wasserdichte und bruchsichere Mju Tough ausgeborgt und schußbereit in der rechten Hand. Im Gänsemarsch geht es also durch den dünnen Morgennebel der über der Landschaft hängt, das Gras voller Tautropfen und die Schäfchenwolken über uns schon von der Sonne beschienen, ich noch voller Energie und gut drauf - es ist traumhaft schön, richtig kitschig, wie aus einem Werbevideo für Laufschuhe - nur eben echt :-) Siehe da, da "lauert" ja wer mit einer Kamera in der Wiese auf uns - klar daß ich da gleich zurückfotografiere ;-) Wenig später sehe ich die Läufer vor mir jeweils in großem Bogen links über die Wiese irgendeinem Hindernis auf dem Weg ausweichen - was ist da? Ah, eine große Gatschlacke, aber wegen der muß man doch nicht so einen großen Bogen machen, da lauf ich doch knapp am Rand entlaPLATSCH!!!! Schneller als ich denken kann rusch ich aus und liege mit meiner rechten Seite mittendrin. Sch... na super! Rechte Seite samt Kamera voller Gatsch ... zumindest hab ich mir nicht ernsthaft wehgetan. Naja, ein Finger blutet recht stark, die Kamera ist überzogen mit einem Gemisch aus Gatsch und Blut - wie soll ich da vernünftige Fotos machen? Wo ist ein Bach oder Teich um mich ein wenig zu waschen? Gut, da kommt eine kleinere Lacke, da kann ich den gröbsten Dreck entfernen, die Kamera ist wieder sauber. Der Finger blutet zwar weiter, aber ein paarmal während des Laufens abgeschleckt und das Blut ausgespuckt und die Sache hat sich. Von sowas lasse ich mir den Lauf nicht verderben. Und der ist auch weiterhin wunderschön - inzwischen geht es auf einer schmalen Asphaltstraße mitten in den Sonnenaufgang - waaaahhhhhh! Am Ascher queren wir die Straße, dann in den Wald Richtung Kaisereben eine teilweise verwachsene Forststraße entlang. Hier treffe ich auf Martin, einen alten Bekannten. Immer wenn´s ein
wenig bergauf geht überholt er mich, bergab überhol ich ihn und nachdem die Strecke hier sehr wellig ist wiederholen wir das Spiel ein paarmal ;-) Wir blödeln herum, tratschen und filmen uns gegenseitig bis ich mich bei einem längeren Bergabstück ein wenig absetze. Inzwischen hat es sich etwas eingetrübt, doch die Kaisereben-Wiese die ich wenig später quere wirkt trotzdem wie aus einem
Märchen: Durch ein Meer von Herbstzeitlosen führt ein kaum erkennbarer Pfad, es ist einfach fantastisch hier zu laufen. Die Strecke führt nun hinauf auf die Dürre Wand und bis ich oben bin hat sich eine kleine Gruppe zusammengefunden, auch Martin hat mich wieder eingeholt. Der schmale Pfad
oben den Grat entlang ist einfach wieder nur himmlisch. In engen und weiten Kurve, über kleine Wiesen und durch den Wald, mal über Wurzeln und Steine rauf und runter, manchmal mit herrlichem Blick in´s Tal ist es laufen wie im Rausch. Irgendwann finde ich mich an der Spitze der kleinen Gruppe und mein
Tempo ist wohl etwas flotter als es sein sollte - aber ich kann nicht anders, ich MUß hier einfach Gas geben egal was noch kommt, es ist einfach zu schön, I´m the leader of the pack ;-) Als wir beim Öhler-Schutzhaus "einreiten" zücke ich wieder die Kamera und mach ein Video unserer Ankunft bei der ersten Labestation. 1:40 unterwegs, 14Km, ich bin auf 1030m Höhe und alles im grünen Bereich - super!

Fortsetzung in Teil 3!

Wo: Öhlerschutzhaus, 2761 Miesenbach auf Karte anzeigen

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Weitere Beiträge aus dem Bundesland

Sarah Fischer und ihr Vater Ewald haben sich gut in Tokio eingelebt.
Video 2

Olympia NÖ
Bettencheck & Gefühls-Achterbahn: Olympia-Show vom 30.07.2021

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte Gewichtheberin Sarah Fischer. Vater Ewald Fischer gibt uns nun einen exklusiven Einblick in die Gefühlslage seiner Tochter. Und der große Bettencheck im olympischen Dorf in Tokio. Exklusive Infos dazu und vieles mehr in der aktuellen Ausgabe unseres Olympia Studios! NÖ. Die stärkste Frau Österreichs aus Rohrendorf bei Krems sprang im letzten Moment auf den Olypmia-Zug auf. Plötzlich kam ein positiver Coronatest dazwischen und die 20-Jährige musste erneut um...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen