"Marktidee": Das Zauberwort zum Erfolg

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BEZIRK BADEN. "Im Zuge meiner Arbeit im Rettungsdienst habe ich mitbekommen, dass ältere Menschen Probleme haben, ihr Smartphone zu bedienen. Ich habe wo ich konnte geholfen - Schriften größer gestellt oder einfach Nummern gewählt. Meine Oma hat mit 80 dann ihr erstes Smartphone bekommen und ich habe es ihr erklärt, sie hat erstaunlich schnell gelernt." Das erzählt Matthias Gröll aus Bad Vöslau, der aus diesem Bedarf eine Geschäftsidee entwickelte und 2017 ein Gewerbe anmeldete. Seither ist Matthias gut nachgefragt, vor allem von Kunden zwischen 45 und 85. Derzeit arbeitet er noch fix angestellt, aber er könnte sich durchaus vorstellen, damit eines Tages komplett selbstständig zu sein.

Österreichweit auf Platz 5
So wie Matthias haben im Vorjahr im Bezirk Baden 694 Personen ein Gewerbe angemeldet - das sind statistisch knapp 5 auf 1.000 Einwohner. Im NÖ-Vergleich ist das unterdurchschnittliches Mittelfeld. Der Spitzenreiter ist Waidhofen/Ybbs mit 12 Neugründungen je 1000 Einwohner, das Schlusslicht Gmünd mit knapp 6.
Der Obmann der Wirtschaftskammer Baden, Jarko Ribarski, betont, dass die Neugründungen im Bezirk gegenüber 2016 fast gleichgeblieben sind. "Gemessen an der absoluten Zahl liegen wir österreichweit aber sogar auf dem sensationellen 5. Platz." Ribarski erwähnt die intensive Beratungstätigkeit und ein umfassendes Weiterbildungsangebot der Wirtschaftskammer - von der Soft-Skills-Akademie bis hin zum praxisorientierten Masterstudium "MSc Angewandtes Unternehmensmanagement". Die Wirtschaftskammer hilft auch bei der medialen Vermarktung. Außerdem haben Neugründer im Bezirk und in Niederösterreich eine überdurchschnittlich gute Überlebenschance. "Über 70 Prozent sind auch noch drei bis vier Jahre nach der Gründung aktiv, österreichweit liegt die Überlebensrate nur bei 67 Prozent."

"Die Marktidee ist essentiell"
Die meisten Neugründungen erfolgen in den Bereichen Fußpflege, Kosmetik, Masseure und Personenbetreuung. Auch Kunsthandwerker, Gärtner und Floristen boomen.
Essentielles Geheimnis des Erfolgs ist für Ribarski eindeutig die "Marktidee". Damit hätte Matthias Gröll mit seiner generationenübergreifenden Smartphone-Idee und seinem sich allmählich aufbauenden Dauerkunden-Stock also bestimmt eine gute Zukunft vor sich. Auch ein vernünftiger Plan: Matthias geht sein Gewerbe aus sicherer Basis an.

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