04.11.2016, 20:11 Uhr

Kindern moralische Werte vermitteln — Ist das noch möglich?

Baden: Baden bei Wien | „WIR leben heute in einer sehr komplexen Gesellschaft, einer äußerst heterogenen Kultur, in der kein einheitlicher Moralkodex existiert“, stellte Robert Glossop vom Vanier Institute for the Family in Ottawa (Kanada) fest. Wozu hat das geführt? In einem Bericht der Zeitung The Toronto Star war zu lesen: „Sowohl Teenagerschwangerschaften als auch die Jugendkriminalität und die Selbstmorde unter Heranwachsenden zeigen eine steigende Tendenz.“

Das Problem ist nicht auf Nordamerika beschränkt. Bill Damon, Leiter des Center for Human Development an der Brown University in Rhode Island (USA), hat sich mit dieser Problematik in Großbritannien und anderen europäischen Staaten sowie in Australien, Israel und Japan beschäftigt. Er weist darauf hin, daß Kirchen, Schulen und andere Institutionen darin versagen, der Jugend Anleitung zu bieten. Unsere Kultur, so glaubt er, „hat das Gespür dafür verloren, was Kinder benötigen, damit sie zu charakterfesten und tüchtigen Menschen heranwachsen“. Mit Bezug auf Pädagogen, die den Standpunkt vertreten: „Zucht gefährdet die Gesundheit und das Wohl des Kindes“, äußerte Damon die Ansicht, damit werde „die sicherste Methode, eigensinnige, ungehorsame Kinder großzuziehen“, propagiert.


Was benötigen also heutige Jugendliche?

Sie benötigen ständig liebevolle Schulung, die ihren Sinn und ihr Herz verbessert. Jugendliche sind verschieden und brauchen deshalb unterschiedliche Arten von Zucht. Von Liebe motiviert, kann diese oftmals durch Worte erteilt werden. Deshalb heißt es in Sprüche 8:33: „Hört auf Zucht.“ Einige jedoch lassen „sich nicht durch bloße Worte zurechtbringen“. Sie mögen für ihren Ungehorsam eine angemessene Strafe benötigen (Sprüche 17:10; 23:13, 14; 29:19). Mit dieser Empfehlung befürwortet die Bibel nicht, Kinder zornentbrannt zu schlagen oder sie zu verprügeln, was zu Blutergüssen oder zu anderen Verletzungen führen kann (Sprüche 16:32). Ein Kind sollte vielmehr verstehen, warum es zurechtgewiesen wird, und sollte spüren, daß die Zucht deswegen erteilt wird, weil die Eltern es gut mit ihm meinen. (Vergleiche Hebräer 12:6, 11.)

Quelle: Wachtturm
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Kerstin Wutti aus Land Steiermark | 06.11.2016 | 15:26   Melden
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Harald Schober aus Weiz | 08.11.2016 | 20:03   Melden
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Kerstin Wutti aus Land Steiermark | 09.11.2016 | 13:03   Melden
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Harald Schober aus Weiz | 09.11.2016 | 19:31   Melden
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