17.11.2016, 13:57 Uhr

268 Unterschriften gegen Lkw-Raserei

BADEN. "Warum ich Unterschriften gesammelt habe? Weil ich - so wie ich jetzt hier sitze -, nachts im Bett sitze und nicht schlafen kann wegen des Lkw-Verkehrs vor meinen Fenstern." Svetlik Reinschot wohnt an der Helenenstraße in Baden und ihm reicht's. Trotz Lkw-Nachtfahrverbot nutzen, so Reinschot, nach wie vor Frächter aus Österreich und Nachbarländern den "Abschneider" zwischen A2 und A21. "Die Navis leiten die Lenker auf der kürzesten Strecke durchs Helenental, ich habe viele Beweisfotos gemacht." Untertags dürfen zwar Zulieferer fahren, doch nutzen auch da viele ortsfremde Frächter die B 210 im Helenental.
268 Unterschriften hat der Mann gesammelt, alle ausschließlich von Betroffenen, die zwischen Urtelstein und Umfahrungsstraße wohnen. Die letzte Verkehrszählung liege gut zehn Jahre zurück, so Reinschot. Jedes Kind wisse, dass der Lkw-Verkehr stetig zunimmt.
Die Forderung der Petition, die nun dem Bürgermeister vorgelegt werden soll: Tempobeschränkung im Ortsgebiet von Baden auf 30 km/h und im Helenental auf maximal 70 km/h, an Gefahrenstellen 50 km/h. Und: "Wir brauchen ein gutes Radar auf Höhe des Hotel Sacher."
Bis Freitag habe sich niemand von der Bürgerinitiative "Rettet das Helenental" an ihn gewendet, meinten am Freitag Bürgermeister Stefan Szirucsek und Vizebürgermeisterin Helga Krismer. Beide signalisierten jedoch Verständnis für die Anliegen der Bürger. Die Situation ist aber knifflig: Denn es handle sich um eine Bundesstraße, die Handlungsmöglichkeiten der Stadt seien beschränkt. Alle Maßnahmen sowie die Kontrollen würden von der Polizei durchgeführt.
Stadtrat Jowi Trenner (wir badener) will sich dafür einsetzen, dass das Anliegen im Verkehrsausschuss behandelt wird.
Seitens der Initiative verweist man darauf, dass es nicht unmöglich sein dürfte, eine zusätzliche Radarbox aufzustellen und ein Tempolimit zu verhängen. "Das ist ja beim Bahnhof auch gegangen". Jowi Trenner: "Es würde als erster Schritt schon helfen, die Kanaldeckel mit Gummi zu unterlegen, damit sie nicht so scheppern."
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