20.03.2017, 14:33 Uhr

7.264 Delikte angezeigt

Polizeioberst Wolfgang Eisenkölbl, Baden (Foto: Polizei)

Die Polizei hat fast die Hälfte aller Straftaten aufgeklärt. Am häufigsten: Diebstähle und Einbrüche.

BEZIRK BADEN (lorenz). Um es gleich vorwegzunehmen, der Bezirk Baden ist, laut Kriminalstatistik 2016, ein sehr sicherer Bezirk. Auch die Aufklärungsquote der Polizei kann sich sehen lassen, sie ist über dem niederösterreichischen und österreichischen Durchschnitt. Jetzt werden Skeptiker mit dem Zitat, das wahrscheinlich fälschlicher Weise Winston Churchill zugeordnet wird, antworten: „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Doch es gibt noch einen anderen Spruch: „Eine Statistik ist nur so gut wie der, der sie interpretiert!“.

Lassen wir die Zahlen sprechen: Die Gesamtaufklärung der Delikte im Bezirk ist um 16,6 Prozent auf 43,2 Prozent gestiegen. Bei diesen Werten ist die Schlepperkriminalität mit eingerechnet. Ohne Schlepperei wurden 49, 6 Prozent aufgeklärt (Niederösterreich 47,2 und Österreich 45,9 Prozent). Die Kriminalstatistik ist eine Anzeigenstatistik und angezeigt musste um 1,8 Prozent 2016 weniger werden, in Zahlen: Von 7.398 (2015) sanken die Delikte auf 7.264 (2016). Der Raufhandel (Körperverletzung) ist von 608 (2015) Anzeigen auf 458 (2016)zurück gegangen. Das sind 24,7 Prozent. Ebenso gesunken sind die Sachbeschädigungen um 2,8 Prozent, von 1.129 (2015) auf 872 (2016). Auch Diebstähle wurden um 5,9 Prozent weniger, von 1.724 (2015) auf 1.622.; Einbrüche von 1.314 (2015) auf 1.234 (2016). Wohnungseinbrüche sind stark weniger geworden, um 32,2 Prozent. Wurde 2015 noch 87-mal in Wohnungen eingebrochen, so wurden letztes Jahr 59-mal Anzeigen gemacht. Allerdings Einbrüche in Häusern sind um 4,9 Prozent gestiegen, 279 Einbrüche gab es 2016. Raubüberfälle fanden ebenso statt, allerdings keine schweren sie wurden um 21,6 Prozent weniger, von 37 Fälle (2015) auf 29 (2016). Stark gestiegen sind die Suchtgiftdelikte Es gab um 72,6 Prozent mehr Anzeigen. 811 waren es im Jahr 2016 und 2015 waren es noch 470. Dabei muss aber bedacht werden, dass die Suchtgiftgesetze verschärft wurden und die Einsatzgruppe der Polizei verstärkt wurde.
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