16.09.2014, 10:05 Uhr

Badener Gruppe auf Trekkingtour in Ladakh

Eine Reisebericht von Gerit Stöhr aus Baden über eine Trekkingreise ins Markha Tal in Ladakh, dem Land der hohen Pässe.

Wir kriechen aus dem Schlafsack, öffnen das Zelt und TSEWANG unser guter und fürsorglicher Guide ruft zum Early Morning Tea.
Eine bizarre Landschaft rundum, Gebetsfahnen wehen über unseren Köpfen und senden Mantras in alle Himmelsrichtungen. Die Fahnen erscheinen meist in fünf Farben.
Blau steht für den Himmel. Weiß für den Wind. Rot für das Feuer. Grün für das Wasser und Gelb für die Erde.

Ladakh, auch „Klein Tibet“ genannt, hat viele Namen.

Für dieses 8tägige Zelttrekking ins bekannte Markha Tal aklimatisieren wir uns , mit kleinen Tageswanderungen und Besichtigungen die vielen Klöster in LEH.
Wir , das ist eine 10köpfige Abenteuergruppe davon drei Badener Rosa, Andreas und ich, die gerne wandern (WWWandern-Agentur) und neugierig auf andere Kulturen sind.
Ein gutes Team!
Erleben eine Morgenpujas, essen bei einer Ladakischen Familie zu Mittag, und helfen bei der Zubereitung von MOMOS , allerdings nicht sehr geschickt, und trinken den kräftigen Buttertee.
Hat uns gut geschmeckt!

Ladakh mit 96000km und 230.000 Einwohnern zählt zu den höchstgelegenen Gebieten der Erde. 96% des Landes sind nicht besiedelt.
Umgeben von Zentral-Himalaya mit der Zanskarharkette, und den Tranzhimalaya mit der Ladakhkette und den Karakorum.
Das Klima ist angenehm, eine trockene Wärme und es gibt viele Sonnenstunden im Jahr.
Zur Vegetation , grüne Sträucher-Pappeln und Weiden findet man nur entlang von Flussläufen. Ansonsten ist das Land mit vegetationsloser Trockensteppe überzogen.
Die Lebensader ist der Indusfluß, mit seinen 3200km langen Weg bis zum Arabischen Meer und dessen Ursprung laut Sven Hedin nördlich des Kailash ist .Der Indus durchquert Ladakh und beim Ort >Nimmu fließt dieser mit dem wichtigen Zanskar-Fluss zusammen.
Sehr eindrucksvoll.
LEH die bunte Hauptstadt mit 15.000Einwohnern ist laut, staubig und der Hauptplatz eine riesige Baustelle, wo Kühe und Ziegen ebenso präsent sind wie viele Bauarbeiter.
Eine andere Welt.
Der Auto-Moped-Verkehr passiert ohne Verkehrsregelung und Ampeln
Sensationell, es läuft!
Ab in die Berge und einsamen Täler, wir sind aklimatisiert, es kann los gehen.
Unser Trek besteht aus 7 fleißigen Ladakhis und 19 Pferden, die unsere Verpflegung , Zelte und Wandersäcke , eigentlich unseren Luxus auf die hohen Pässe tragen. Wir erleben
verschiedene Landschaften, Schluchten und schauen auf die Schneeberge des Himalayas (6300m).
Schaffen alle die Pässe Ganda La(4900m) und den Kongmaru-La(5200m) , dank des hervorragenden Koch-Teams, die indische Küche ,ausgezeichnet ,es gab keine bösen Überraschungen. Einen 60iger haben wir mit Geburtstagstorte und Kaffee ausführlichst gefeiert.
Die Ladakhis sind einfache, freundliche Menschen und Ihr Leben ist wahrlich nicht einfach. „Julle“ der Gruß des Landes erklingt aus allen Ecken, wenn wir kleine Dörfer durchwanderten, oder den einfachen und fleißigen Hirten mit ihren Ziegen-und Schafherden auf den Hochalmen, begegneten.
Ja, und irgendwann heißt es Abschied nehmen von diesen Land der vielen Pässe.
Ich freute mich dann auf eine heisse Dusche, unsere grünen Wälder und das geordnete
Land-Österreich
Schön war´s , das Erleben ferner Länder und Kulturen, sowie das Erkennen seiner eigenen Grenzen.
Hat mein Reisebericht auch Ihre Abenteuerlust geweckt?
Ihre Gerit Stöhr
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.