16.03.2017, 14:17 Uhr

Eine "Demo" vorm Theater

Rund 30 Personen versammelten sich am Donnerstag Vormittag vor dem Badener Stadttheater, um gegen die geplante Schließung des Mittelganges zu demonstrieren. Initiator Stadtrat August Breininger (wir badener) wird dazu am 28. März im Gemeinderat einen dringlichen Antrag einbringen. Der Mittelgang soll erhalten bleiben, ebenso das "Kassahäuschen" im Theaterfoyer wieder hergestellt werden.

Badener Bürger und Abonnenten engagieren sich für ihr Stadttheater
Da die Pläne der Theaterdirektion, nämlich die Bestuhlung zu erneuern und damit den Mittelgang im Parterre zu schließen, demnächst umgesetzt werden sollen, rief Altbürgermeister StR Mag. August Breininger (Bürgerliste „wir badener“) spontan zu einer Willenskundgebung vor dem Stadttheater, bei welcher der beiliegende Dringlichkeitsantrag, der am 28. März im Gemeinderat eingebracht wird, vorgestellt wurde.
Viele Badener Bürger und Abonnenten unterstützen die Bemühungen des Altbürgermeisters rund um das Stadttheater.
Breininger: „Sollte unser Antrag im Gemeinderat keine Zustimmung finden, werden wir weitere Aktionen planen.“

Und hier der Dringlichkeitsantrag im Wortlaut

Dringlichkeitsantrag
zur Gemeinderatssitzung vom 28. März 2017
Stadttheater Baden: Erhaltung des Mittelganges im Parterre und Wiederherstellung der Kassaloge im Foyer

Wie von der kaufmännischen Leitung (Mag. Martina Malzer) angekündigt und trotz zahlreicher Bedenken von Besuchern und Abonnenten bei ihrer Pressekonferenz bekräftigt, soll rund 40 Jahre nach der Generalsanierung des Stadttheaters die gesamte Bestuhlung im Hause um rund
Euro 700.000,- erneuert werden und hierbei der bewährte und seit vielen Jahrzehnten bestehende Mittelgang mit dem Ziel von etwa 13 zusätzlichen Plätzen geschlossen und zugebaut werden. Gleichzeitig wurde bereits ohne Befassung des Gemeinderates – die Stadtgemeinde Baden ist Theatererhalter – die ebenfalls denkmalgeschützte Kassaloge im Foyer ersatzlos beseitigt und stattdessen ein offenes Langpult in modernistischer und stilfremder Form errichtet, das zum Großteil einem Buffetzweck dient, ohne klare Abgrenzung zwischen Getränkeausschank und Kartenverkauf.
Begründet werden beide Maßnahmen seitens der Betriebsgesellschaft mit immensem Publikumsandrang.
Viele Badener Bürger und auch etliche Gemeindemandatare können diese Begründung nicht nachvollziehen und fordern deshalb eine Wiederherstellung jener Verhältnisse, die sich fast ein Jahrhundert bewährt haben, bzw. eine Unterlassung der Mittelgangschließung.
Es soll daher gefasst werden nachstehender
Beschluss:

Der Bürgermeister der Stadtgemeinde Baden möge als Eigentümervertreter des Stadttheaters Baden (100%) und als Gesellschaftervertreter der Theaterbetriebsgesellschaft (26%) veranlassen, dass
1) der Mittelgang im Parterre des Theatersaales aus feuerpolizeilichen und
sicherheitstechnischen Erwägungen wie in den meisten Fellner & Helmer-Theaterbauten (z.B. Berndorf) und wie in vielen österreichischen Konzert- und Theatersälen erhalten bleibt und
2) der historische Zustand der Kassaloge im Foyer wiederhergestellt wird.
Begründung der Dringlichkeit:
Die Dringlichkeit begründet sich im nahen Termin der geplanten Erneuerung der Bestuhlung, welche noch im Frühsommer 2017 – ohne Rücksicht auf erforderliche, zufriedenstellende Heizungs- bzw. Lüftungsverbesserungsmaßnahmen – erfolgen soll sowie in dem Erfordernis eines einheitlichen, stilgetreuen Foyer-Bildes für die nächste Saison.

Früherer Artikel über die geplante Umgestaltung und Neubestuhlung
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.