02.02.2018, 13:07 Uhr

Jeder Wisch ein Watt - diese App erzeugt Strom

App kann jetzt Strom aus dem Wischen generieren (Foto: Quelle: Internet)
Neue App erzeugt Strom aus der Kraft der Finger. Diese Revolutionäre Technik ermöglicht Energie Harvesting aus dem Wischen am Smartphone. Die neue App.4Energie.com erzeugt während des Surfen im Internet Energie und kann über das Ladekabel direkt in das Netz eingespeist werden.

Ist natürlich eine Satire oder besser Fake News, nein es gibt keine App, welche Strom erzeugen kann. Aber ich finde es immer wieder interessant wie die Türsteher der Energiekonzerne uns Sand in die Augen streuen wollen. Die Tatsache das die Wenigsten nachrechnen, wird immer wieder ein wenig ausgenützt.

Neues Badener Energie Beteiligungsprojekt nachgerechnet

Die Wiener Stadtwerke schreiben Beteiligungen an Ihren Nano Solar Kraftwerken per Modul aus. Ideal, weil eigentlich seit Herrn Watt die übliche Energie Maßeinheit nicht ein Modul ist, sondern Watt oder Mega Watt(MW) oder bei kleineren Anlagen Kilo Watt(kW).

Wenn wir die Bürgerbeteiligung in Baden bei Wien, einmal mit einem ähnlichen Projekt in Deutschland vergleichen, werden wir schon ein wenig stutzig. Welche Signalwirkung ist da von den Energiekonzernen gewollt: Solarenergie ist um ein vielfaches teurer als bei unserem Nachbarn Bayern, weil wir in Österreich eine andere Sonne haben?

Nehmen wir an eines dieser 616 Module hat ca. 250 Watt dann sind wir bei 154.000 Watt oder 154 Kwp oder ca. 1/6 eines MWp. Laut Presse Aussendung hat das Kraftwerk 160 kWp - interessante Spezifikation bei der Anzahl von 616 Modulen(259,7 Watt pro Modul?) . Nur um ein Gefühl zu bekommen wieviel heute an PV produziert wird. Ein einziger Modul Hersteller wie z.b. Trina Solar hat 2017 etwa 9 GWp oder 9.000 MWp oder 9.000.000 kWp ausgeliefert. Anders formuliert sind in dem Werk nach etwa 10 Minuten die Module für das Badener Kraftwerk produziert.

Aber jetzt zum Preis: In Bayern hat vor einem Monat die bekannte IBC Solar ein Kraftwerk für 800 EUR pro kWp fertiggestellt: Also hätten 160 kWp etwa 128.000 EUR gekostet. Aber in Baden bei Wien hat das Kraftwerk 585.200 EUR gekosten, bzw wird soviel Geld eingesammelt: fast das 5-Fach wie in Bayern?

Des weiteren scheint noch kein einziger neuer erneuerbarer MW oder kWp Zubau wirklich zu einer CO2 Reduktion geführt zu haben. Wir stapeln einfach nur eine Energiequelle nach der anderen übereinander, um mit der zusätzlichen Energie immer nur neuen Konsum und neue Anwendungen für immer mehr Menschen zu ermöglichen. 
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