12.04.2017, 12:48 Uhr

Mehr Luft zum Atmen: Bablers Verkehrs-Masterplan

(Aussendung der Stadtgemeinde Traiskirchen). Bürgermeister Andreas Babler bringt in die nächsten Gremien der Stadt Traiskirchen die Beauftragung einer wissenschaftlichen Verkehrs- und Mobilitätsstudie. Sie dient als Grundlage für Maßnahmenpakete die den Weg für mehr grüne Stadtmobilität frei machen sollen.

„Auch unsere Stadt wird von der zunehmenden Verkehrsbelastung rund um den Wiener Ballungsraum und entlang des südlichen Wiener Beckens nicht verschont. Trotzdem halte ich an meiner Vision fest, zumindest, was den eigenen Zuständigkeitsbereich angeht, gemeinsam mit unserer ökologisch bewussten Mitbürgergemeinschaft, eine grüne Verkehrsperspektive zu entwickeln“, so der Stadtchef.
Das ist zwar ein äußerst komplexe und in verschiedenen Stadtbereichen durch jahrhundertelang gewachsene Bau- und Straßenstruktur extrem herausfordernde Vision, aber der Versuch ist es wert, so Bürgermeister Andreas Babler, der weiß, dass dieses Problem fast alle Gemeinden im Großraum Wien betrifft.

Verkehrsmodell für Traiskirchen mit Zukunftsprognose

Jährlich wächst österreichweit der Mobilisierungsgrad, also die Zahl der zugelassenen PKWs um 2 Prozent. Gut 80 Prozent des Verkehrsaufkommens werden mit dem Auto oder mit motorisierten Zweirädern zurückgelegt.
In Traiskirchen stehen wir vor zwei großen Herausforderungen: das innerstädtische Verkehrsaufkommen, das auf die mittlerweile ca. 20.500 EinwohnerInnen selbst zurückzuführbar ist, und der Durchgangsverkehr.

Eine aktuelle Verkehrsstromanalyse soll Klarheit schaffen. „Wir bekommen gesicherte Daten, die als Basis für Wirkungsanalysen und eventuell möglicher Maßnahmen dienen. Wissenschaftlich einbezogen müssen dabei die bereits verfügbaren überregionalen Großraumströme für den Großraum Wien und Wiener Neustadt werden“, erläutert der Stadtchef.

„Die Stadt selbst hat wenig bis keine rechtliche Kompetenz was die Hauptproblemzonen des starken Verkehrs entlang der Bundes- oder Landesstraßen betrifft. Was wir in diesem Bereich machen können ist, durch fundierte Vorschläge, gemeinsam mit den zuständigen Landesbehörden Verbesserungen auszuarbeiten. Da der Durchzugsverkehr weder in unserer Stadt beginnt noch wie der Name ja sagt, endet, sind wirksame Maßnahmen auch nur überregional zu schaffen.“


Öffentlicher Verkehr und E-Mobilität

„Parallel dazu arbeite und verhandle ich weiterhin laufend – auch überregional – an einer Weiterentwicklung und Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs, nicht nur – aber vor allem - der Badner Bahn. Die Haltestellen in der Eigenheimsiedlung und in Möllersdorf wurden bereits modernisiert, weitere Schritte werden folgen“, so der Stadtchef. Auch im Bereich E-Mobilität wurde mit der kürzlich in Betrieb genommenen ersten öffentlichen Elektroauto-Tankstelle bereits erste Schritte gesetzt.


Parkraumorganisation der Zukunft

Auch die Parkraumorganisation – vor allem im Stadtzentrum – muss ein Teil des Masterplans sein, so Babler weiter. „Während in anderen Gemeinden und Städten oft die Stadtzentren sterben, gelingt es uns glücklicherweise stetig die Attraktivität der Innenstadt zu steigern. Dies geschieht durch ein ansprechendes Geschäfts- und Dienstleistungsangebot, beliebte Gastronomie, eine Vielzahl an Ärzten, das Bildungszentrum BIZENT mit der Volkshochschule und der Stadtbibliothek, dem neuen Innenstadtspielplatz und nicht zuletzt durch die vielen Veranstaltungen und Aktivitäten.“

Die Kehrseite der Medaille spiegelt sich in der zunehmenden Dauer-Auslastung der Parkplätze im Innenstadtbereich. „Deshalb starten wir nun eine fundierte Parkraumanalyse durch ExpertInnen, die ebenfalls mit einer umfassenden Nutzungserhebung kombiniert wird. Damit bekommen wir neben einer reinen Zahl ein gutes Bild darüber, wer, wie lange und zu welchem Zweck Parkraum in Anspruch nimmt“, so der Stadtchef.


Radverkehrsstudie – mehr attraktive Grünmobilität

„Mein Ziel ist es, mit dieser Studie eine Planungsgrundlage und Machbarkeitsstudie für eine Attraktivierung des innerstädtischen Fahrradverkehrs zu bekommen. Dabei soll das vorhandene Radwege- und Radroutennetz evaluiert aber vor allem aufgrund einer Wohn/Zielortanalyse neue sichere Fahrmöglichkeiten geschaffen werden. Wenn wir den eigenen innerstädtischen Verkehr, der aus der Wohnbevölkerung heraus entsteht eindämmen möchten, muss man unseren BürgerInnen auch noch mehr an Alternativen dazu geben, auch verkehrstechnische, wie Radnetze. Dadurch schaffen wir ein Mehr an Grünmobilität, die auch unbestritten gesundheitsfördernd ist und die Lebensqualität aller BürgerInnen steigert“, so Babler.

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Foto: Stadtgemeinde Traiskirchen
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