11.04.2017, 12:26 Uhr

Peilstein-Umrundung für Klettermaxln

BEZIRK BADEN. Unzählige spektakuläre Kletterrouten, Klettersteige verschiedener Schwierigkeitsgrade, aber auch gemütlich Wanderwege und deftige Hüttenkost: Das alles bietet der Peilstein, der praktisch von allen Punkten des Bezirks in weniger als einer halbstündigen Autofahrt erreichbar ist - und mit seiner hochalpinen Umgebung verzaubert. Wir entscheiden uns am ersten echten Frühlingstag des Jahres zu einer Peilstein-Umrundung, eine Wanderung, in die auch drei leichte Klettersteige inkludiert sind. Wir starten beim Wirtshaus in Holzschlag und folgen dann dort dem Hinweisschild Kletter-Erlebnispfad Richtung Peilsteinhaus. Vor einigen Jahren wurde dieser Themenweg eröffnet, ein paar Tafeln geben Hinweise auf die Geschichte der Kletterei am Peilstein.
Wir gehen eine Weile bergauf und dann rechts ab und stehen unvermutet vor dem Purtschellerstein und gehen weiter zur Teufelsbadstubenhöhle. Bald taucht vor uns der beeindruckende Cimone-Felsen auf und wir finden nach einer knappen Stunde Gehzeit den Einstieg in den Klettersteig Cimone-Couloir. Wir setzen die Helme auf, legen die Klettersteig-Sets an und nach einer letzten Kontrolle, ob alles richtig sitzt, geht es los. Den ersten Felsen finde ich schwierig, Wilfried muss mir helfen, die richtigen Tritte zu finden, ich ziehe mich am Drahtseil hoch, dann geht's. Nach einer halben Stunde sind wir durch, oben ein fantastischer Ausblick. Es folgt eine Wanderstrecke bis zum Auslauf des Felsens mit dem Zinnenkessel, dann geht es bergab und bergauf, bis wir - schon ziemlich geschafft - am Einstieg zum Matterhorn-Klettersteig stehen. Ich bin nahe daran, w.o. zu geben, es ging doch zuvor eine Weile steil bergauf. Lilo und Wilfried ermuntern mich sanft, dann willige ich ein und dieser Steig wird zum totalen Naturerlebnis. Am Ausstieg gelingen spektakuläre Fotos. Kurz danach ein "Kindersteig", wie Wilfried es nennt - der Haserlsteig. So knapp vor Ostern posieren Lilo und ich vor der Haserlsteig-Tafel, die wie alle anderen vor Absturz- und Steinschlaggefahr warnt. Zum Fürchten ist hier aber nicht wirklich was. Der Steig ist als leicht (A/B) klassifiziert, und das ist er auch.
Oben winkt uns das Peilstein-Gipfelkreuz und das Peilstein-Haus, mit einer Terrasse, die in der prallen Frühlingssonne liegt und zu einer verdienten Rast einlädt (Mo, Di Ruhetag), danach geht es in 20 Minuten zurück nach Holzschlag. Die beschriebene und landschaftlich sehr eindrucksvolle Tour lässt sich auch ohne Klettersteige durchführen, man wandert einfach um die Felsen herum.
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