21.09.2014, 20:48 Uhr

Reaktion auf Offenen Brief

Herr Ing. Hans Dürrer aus Thenneberg hielt es in der Ausgabe 38/2014 der "Bezirksblätter" für angebracht, meine Haltung zur Asylantenproblematik mit reichlich harschen Formulierungen zu kritisieren. Nun - da, wo der Herr Ingenieur zuhause ist, bekommt er es möglicherweise wirklich nicht mit, wenn die mittlerweile 180 Asylanten in oft sehr exotischer Aufmachung wochentags das komplette Ortsbild von Altenmarkt - die beiden Pensionen befinden sich ja nur im Hauptort - dominieren und damit die letzten noch verbliebenen Touristen vergraulen.

Weiss der Leserbriefschreiber, dass die allermeisten der bei uns einquartierten Asylsuchenden lediglich Wirtschaftsflüchtlinge sind, denen gemäss geltendem Gesetz NICHT Asyl zu gewähren ist ? Dass es in Altenmarkt fast keine sogenannten Flüchtlinge geben dürfte, würde endlich konsequent "Dublin II" angewandt (sobald der Asylwerber ein sicheres Land erreicht hat, darf er nicht in weitere (EU-)Länder weiterreisen, nur weil dort das Lebensniveau noch höher ist) ? Aber es steht dem Herrn Leserbriefschreiber ja frei, bei sich selbst drei oder vier der "dem Krieg oder Hunger Entflohenen" bei sich in Thenneberg 167 einzuquartieren. Seine Nachbarn werden es ihm zu danken wissen !

Einerseits bezeichnet der gute Mann sich selbst als "Demokraten" , ist aber andererseits verärgert darüber, dass ich einen Platz im Altenmarkter Gemeinderat einnehme (in diesen wurde ich von 129 Bürgern gewählt, und die lasse ich mir von niemandem beleidigen!). Genauso empört ihn, dass mir die "Bezirksblätter" - so wie jedem Mandatar von Rot, Schwarz oder Grün - die Möglichkeit einräumten, meine Haltung zum Asyl(un)wesen in meiner Gemeinde einer breiten Öffentlichkeit bekanntzugeben. Also kann es mit der demokratischen Gesinnung des selbsternannten "Gutmenschen" nicht so weit her sein...

Schliesslich noch zu den sehr konstruktiven Vorschlägen , ich solle mich doch gefälligst um durchrasende Sattelschlepper, kaputte Kanaldeckel und den Lärm von Flugzeugen kümmern. Von einem Bildungsbürger wie Herrn Ing. Dürrer hätte ich mir schon erwartet, dass er wenigstens in Grundzügen weiss, für welche Bereiche in Österreich der Bund , das Land oder aber die Gemeinde zuständig ist...

Mag. Peter Terzer
stv. Bezirksparteiobmann FPÖ Baden
Gemeinderat in Altenmarkt/Triesting

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Im Anschluss der Offene Brief von Ing. Hans Dürrer:

Herr Terzer, ich geniere mich für Sie! Dass Sie für Ihre Äußerungen gegen die Asylanten auch noch als Gemeinderat bezahlt werden, ist wohl eine der Schwachstellen der Demokratie. Als eines der reichsten Länder Europas, sollten wir uns wohl etwas Zeit und Geld leisten können, um Menschen, die gerade dem Krieg oder dem Hunger entflohen sind, zu helfen. Als Demokrat, hat mich eine Gesinnung, wie die Ihre, immer geschmerzt und ich erachte es als beleidigend, wenn man Menschen wie Ihnen in öffentlichen Medien Raum einräumt, um Ihre Bösartigkeit kundzutun. Von einer Last auf den Schultern der Altenmarkter zu sprechen ist lächerlich, hier würde ich mich an Ihrer Stelle mit dem, uns von oberster Stelle - Landeshauptmann - vor Einführung der Autobahnmaut verordneten Schwerverkehr durch Speditionen und der nicht eingehaltenen, da auch nicht kontrollierten, Höchstgeschwindigkeit der LKW Züge und der daraus resultierenden Lärmbelästigung, beschäftigen. Dies und lärmende, kaputte Kanaldeckel (seit sieben Jahren) und intensiver Überflug durch Verkehrsmaschinen - der Verhandler war übrigens derselbe, wie bei den Speditionen/Schwerverkehr - das ist wirklich eine Last auf den Schultern der Altenmarkter! Das Grundwasser, welches durch hunderte, wenn nicht einige tausend Kubikmeter Gülle jährlich, immer mehr in Mitleidenschaft gezogen wird, ist wohl auch nicht Ihr Thema! Sie hätten hier ein reiches Betätigungsfeld!

Ing. Hans Dürrer aus
Thenneberg per Mail
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