05.09.2014, 14:16 Uhr

Unfall fordert Todesopfer

LEOBERSDORF. In den Nachtstunden des 4. Septembers 2014 kam es auf der A2 Südautobahn, Richtungsfahrbahn Graz kurz nach dem Rastplatz Triestingtal zu einem folgenschweren Auffahrunfall zweier Sattelschlepper. Aus bislang unbekannter Ursache prallte ein Sattelzug mit voller Wucht gegen einen zweiten Vierzigtonner. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Fahrerkabine des auffahrenden LKW komplett deformiert und fiel nach vorne auf die Fahrbahn. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät, er starb noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte in der Fahrerkabine. Der Lenker des zweiten LKW wurde unbestimmten Grades verletzt und vom Roten Kreuz betreut.

Schwierige Bergung
Nach der Freigabe durch die Polizei konnte die Freiwillige Feuerwehr Leobersdorf mit der Bergung der in dem Fahrzeug eingeklemmten Leiche beginnen. Mit Hilfe eines Ladekranes wurde die Fahrerkabine ein Stück angehoben und mit dem hydraulischen Rettungssatz die Person aus dem Fahrzeug befreit. Von dem Feuerwehreinsatzleiter wurde parallel dazu die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt mit dem 50 Tonnen Stützpunktkranfahrzeug und ein privates LKW – Bergungsunternehmen alarmiert. Bis zum Eintreffen des Kranes wurden die auslaufenden Betriebsflüssigkeiten gebunden und begonnen die Fahrbahn von herumliegenden Trümmern zu säubern. Mit Hilfe der Seilwinde des Feuerwehrkranes aus Wiener Neustadt wurde das schwer beschädigte Zugfahrzeug von dem Auflieger weggezogen. Der Auflieger konnte dann mit einer Zugmaschine des Abschleppunternehmens von der Autobahn entfernt werden. Nachdem der Auflieger entfernt war, wurde der Kran neu platziert und in Stellung gebracht. Mit Ketten wurde das Zugfahrzeug am Feuerwehrkran befestigt und vorsichtig auf einen bereitstehenden Tieflader verladen. Die Südautobahn war lange Zeit nur einspurig befahrbar, für die Zeit der Bergung mit dem Kranfahrzeug wurde die Richtungsfahrbahn komplett gesperrt.

Probleme durch Gaffer
Viele schaulustige Autofahrer blieben neben der Unfallstelle stehen um ein Foto von den Unfallfahrzeugen zu machen. Sie blockierten dadurch den nachfolgenden Verkehr und verursachten auf der Gegenfahrbahn beinahe weitere Unfälle! Die Fahrbahn musste von einem Spezialfahrzeug gereinigt werden bevor sie wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte. Die Freiwillige Feuerwehr Leobersdorf konnte diesen belastenden Einsatz erst nach über 6 Stunden gegen halb 4 Uhr früh beenden.

Fotos: Daniel Wirth - BFK Baden
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