29.09.2017, 12:25 Uhr

Wenn Open Airs ins Wasser fallen

Helga Hektor, Eva Ondrey, Alexander Müller, Peter Aschauer, Roman Sommer, Obfrau Mag. Ruth Bric, Christian Pruszinsky und Ossy Valenta vom Verein Vestenrohr-Karlstisch (Foto: zVg)
BADEN (mec). "Aufgrund einer sehr schlechten Detailprognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik – Temperatur max. 14 Grad, Wind bis 55 km/h (wir haben offenes Feuer) und Regenwahrscheinlichkeit 85-90% auf Tagesdauer – das für den 24. September geplante Karlstischfest leider abgesagt werden muss." ist auf der Webseite des Vereins Vestenrohr-Karlstisch zu lesen. "In den letzten zwölf Jahren mussten wir schon dreimal absagen." erzählt Vorstandsmitglied Ossi Valenta. Das Karlstischfest ist eine wichtige Einnahmequelle für den Verein der sämtliche Einnahmen an soziale Einrichtungen weiterleitet. Obmann Stellvertreter Heinz Müller kontaktierte sogar kostenpflichtigen Telefonhotline der ZAMG bezüglich Wettervorhersage. Es wurden zwei Tage vor dem Fest Temperaturen von 10 -15 Grad, sowie Regenwahrscheinlichkeit von 50 % am Sonntag Nachmittag
prognostiziert. Somit entschloss man sich schweren Herzens für die Absage. Diesmal leider umsonst, denn das Wetter am Sonntag war schön.

Immer wieder stehen Veranstalter vor dem Problem, dass sie absagen odder veschieben müssen. Schließlich geht es letztendlich auch um die Sicherheit der Gäste. Das eine Mal erweist sich die Absage als der Richtige Schritt und ein anderes Mal war sie umsonst. Doch wie sehr kann man sich auf Wettervorhersagen verlassen und bringt es etwas sich persönlich beraten zu lassen?

Klaus Stadlbacher von der ZAMG erklärt die Problematik mithilfe unseres Screenshots: "Die Frage "Können wir am Sonntag von 14 bis 16 Uhr in Zwettl im Freien eine Theateraufführung machen" wird ein Nutzer nur mit den Website-Infos nicht zufriedenstellend beantworten können. Je länger die Prognose in die Zukunft reicht, desto unsicherer ist sie. Hier lässt sich keine konkrete Trefferquote angeben. Denn der Grad der Sicherheit hängt stark von der jeweiligen Wetterlage ab. Bei einem stabilen Hoch jetzt im Herbst lässt sich Regen oft für die nächsten Tage mit fast 100%-iger Sicherheit ausschließen. Geht es aber um Wetterlagen mit kleinen, schnell ziehenden Tiefdruckgebieten, kann die Prognose auch noch ein, zwei Tage vorher große Unsicherheiten beinhalten. Auch das sind übrigens Informationen, die in einer persönlichen Wetterberatung deutlich besser vermittelt werden können als in einer allgemeinen Prognose für ein Bundesland oder ganz Österreich."
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.