24.07.2017, 15:21 Uhr

Halbzeitbilanz: Die Top-Projekte der Gemeinden.

Seit den letzten Gemeinderatswahlen sind zweieinhalb Jahre vergangen. Grund genug, eine Halbzeitbilanz zu ziehen.

BEZIRK BADEN. Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen. Diese alte Weisheit soll auch für Polit-Versprechen gelten, die 2015 angesichts der letzten Gemeinderatswahl gegeben wurden. Die Bezirksblätter machen zur Halbzeit der Wahlperiode einen Check: Was wurde in den Gemeinden im Bezirk Baden umgesetzt, welche Projekte stehen noch an?


Wohnen für Generationen

"Wahlversprechen gebe ich keine ab", sagt Pfaffstättens Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Christoph Kainz. "Denn ich bin gewählt, um zu arbeiten." Einige Arbeit hat er - wie viele seiner Amtskollegen auch - schon geleistet. Etwa das gerade in Bau befindliche Generationenhaus, in dem "Junges Wohnen", "Familienwohnen" und "Betreutes Wohnen" sowie eine Kinderkrippe unter einem Dach angeboten werden. Die Bewerbungsfrist am Gemeindeamt läuft noch bis Ende August. Der Bürgermeister ist zufrieden: "Es gibt die genau richtige Anzahl an Bewerbern, ich muss nicht zu vielen absagen. Bezugsfertig soll das Haus im Frühjahr 2018 sein." Umgesetzt wurde auch bereits der erste Teil der Sanierung der Wüstegasse, der zweite Teil dieser langen Gasse ist gerade in Arbeit - 1,2 Millionen Euro nimmt die Gemeinde dafür in die Hand.


Leistbar Wohnen, bessere Öffis

In Bad Vöslau nimmt Bürgermeister Christoph Prinz (Liste Flammer) die Wahlkampfbroschüre von 2015 zur Hand. "Eines unserer Versprechen war hochwertigen und leistbaren Wohnraum für Jung und Alt zu schaffen. Das ist uns gelungen - und großteils sogar in fußläufiger Zentrumsnähe, mit kurzen Wegen zum Einkaufen, zu den Schulen und zum Bahnhof." Betreutes Wohnen (Chwala) und Junges Wohnen (Geymüllerstraße) sind am "halben Weg".
Überzeugungsarbeit mit ÖBB und Land NÖ war gefragt, um den Bahnhof samt Umgebung kurstadtwürdig zu attraktivieren, ebenfalls ein wichtiges Versprechen. In diesen Tagen starten nun aber die Umbauarbeiten. "Noch nicht ganz erreicht ist das Ziel, mehr Busse über den Bahnhof nach Gainfarn und Großau zu führen", ist sich Prinz bewusst. "Ganz wichtig werden daher 2018 und 2019, wenn der VOR Fahrpläne und Routen neu regelt."


"Fast alles durch"

In Traiskirchen verweist Stadtchef Andreas Babler auf eine lange Liste von bereits "Erledigtem". "Fast alles, was versprochen wurde und in den Wirkungskreis der Stadt fällt, ist bereits verwirklicht. Es spießt sich nur noch an längerfristigen Projekten, wo wir nicht allein entscheiden können - etwa eine Höhere Schule für Traiskirchen oder Verkehrsfragen im Stadtzentrum", so der Bürgermeister. Die Schwerpunkte in Traiskirchen liegen in den Bereichen Generationen, Soziales, Ökologie, Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur. Trotz der vielen Investitionen ist es der Stadt gelungen, über 13 Millionen Schulden abzubauen.
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