Wohnen in Smart Homes
Zum ersten Mal eigenständig

Nach und nach lernen die Bewohner die technischen Möglichkeiten für sich zu nutzen: Am Bild: Heidemarie Permanschlager.
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  • Nach und nach lernen die Bewohner die technischen Möglichkeiten für sich zu nutzen: Am Bild: Heidemarie Permanschlager.
  • hochgeladen von Barbara Ebner

BRAUNAU. Zu Jahresbeginn zogen vier Menschen mit Beeinträchtigung in die „Smart Homes“ der Lebenshilfe in der Gunda-Schihanstraße in Braunau ein. Durch technische Raffinessen werden sie in ihrer Selbstständigkeit unterstützt. Aktuell stehen jedoch menschliche Bedürfnisse wie das Kennenlernen der Mitbewohner und das Gewöhnen an die neue Wohnsituation im Vordergrund.

Zwischen 23 und 58 Jahren liegt das Alter der vier Bewohner der Smart Homes, die sich vor dem Einzug nur flüchtig kannten. Eines haben sie aber gemeinsam: Zum ersten Mal zogen sie in eine eigene Wohnung, weg von ihren Familien. Dieser Schritt in die Selbstständigkeit birgt viele neue Herausforderungen, denen sich die Bewohner gerne stellen. „Ich bin richtig happy hier“, erklärt Viktoria Viertlbauer, und Heidemarie Permanschlager ergänzt: „Mir gefällt alles hier.“ Sie sind wissbegierig bei der Erweiterung ihrer Kenntnisse in der Haushaltsführung und genießen es, Besuch nun in ihren eigenen vier Wänden empfangen zu können.

Technik als Sicherheitsnetz

In den betreuungsfreien Nächten sind die Bewohner der teilbetreuten Wohngruppe auf sich alleine gestellt, werden aber durch die vernetzte Technik der Wohnungen unterstützt: Eine Nachtbeleuchtung wird aktiviert, sobald die Bewohner ihre Füße aus dem Bett am Boden abstellen und begleitet sie mit gedimmten Licht auf den Weg aufs WC. Wird der Wohnungsschlüssel abgezogen, schalten sich die Stromquellen im Zimmer aus. Bei Rauchentwicklung oder Wassereinbruch wird ein Alarm ausgelöst und auch das vollbetreute Wohnhaus benachrichtigt, welches die Bewohner auch mit ihren neuen Smartphones erreichen können.

„Die Smart-Home-Technologie bietet noch viele weitere Möglichkeiten, welche die Bewohner nach und nach für sich zu nutzen lernen. Die technischen Hilfsmittel sind gut und wichtig, ersetzen jedoch nicht den persönlichen Kontakt und menschliche Zuwendung“, erklärt Betreuerin Andrea Schmid.

Durch Bevölkerung ermöglicht

Die Realisierung der Smart Homes wurde durch zahlreiche Spendeneingänge von Vereinen, Firmen und Privatpersonen aus der Region erst möglich gemacht. „50 Prozent der Baukosten werden vom Land OÖ – Abteilung Wohnbau getragen und auch den laufenden Betrieb finanziert die Sozialabteilung des Landes. Die zweite Hälfte der Baukosten wurde durch zahlreiche Spenden finanziert“, erklärt Brigitte Swoboda, Obfrau der Arbeitsgruppe Braunau der Lebenshilfe OÖ.

Fotos: Lebenshilfe OÖ

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