Bloggerin aus Fucking: Innviertler Schmankerl für Vegetarier

Martina Enthammer aus Fucking schreibt vegetarische und vegane Rezepte, die einfach nachzukochen sind. Zum Beispiel für diese Germknödel.
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  • Martina Enthammer aus Fucking schreibt vegetarische und vegane Rezepte, die einfach nachzukochen sind. Zum Beispiel für diese Germknödel.
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FUCKING (höll). Bosna, Krautstrudel, Eierspeis´oder Innviertler Knödel. Heimische Küche, traditionell und neu interpretiert. Das ist Martina Enthammers große Leidenschaft. Die Zutaten kommen meist aus der Region – immer öfter auch aus ihrem eigenen Garten. Auf eines verzichtet die Fuckingerin allerdings: Auf Fleisch: "Ich ernähre mich seit zehn Jahren vegetarisch und zeige in meinem Foodblog, wie abwechslungsreich, kreativ, traditionell und vor allem gschmackig dies vegetarische Küche ist." 

Rezepte sammeln und "regionalisieren"

Und das kommt an: Auf Instagram folgen der 41-jährigen Bloggerin mehr als 3.600 Menschen. "Darauf bin ich schon ein bisschen stolz, denn den Blog betreibe ich erst seit einem Jahr." Seit "einer Ewigkeit" sammelt die Mutter zweier Töchter Rezepte: "Ich hole mir gerne Ideen, entwickle die Rezepte aber weiter und versuche sie mit Produkten aus meiner Region noch weiter aufzuwerten." 

"Viele Gerichte sind sowieso vegan"

So entstanden auch die veganen "Innviertler Knödel": "Viele Menschen können sich nicht vorstellen vegetarisch oder gar vegan zu leben. Dabei sind viele Gerichte sowieso vegan. Mürbteigkuchen zum Beispiel, sämtliche Gemüsesuppen oder selbstgemachtes Brot." Besonders wichtig ist Enthammer, dass die Rezepte für jeden verständlich und einfach nachzukochen sind: "Ich kann es selbst nicht leiden, wenn ich fünfmal das Rezept lesen muss, um dann erst zu verstehen, was zu tun ist", betont sie. 

Vegane Ernährungstrainerin 

Für ihren Blog investiert die ausgebildete Ernährungstrainerin mehrere Stunden in der Woche: "Für meine Familie koche ich ohnehin jeden Tag. Das Ganze dann aber zu dokumentieren, zu fotografieren und online zu posten braucht schon etwas Zeit. Aber es macht mir großen Spaß und solange es das tut, mache ich das auch noch." Nicht alle in der Familie sind Vegetarier: "Aber keinem geht das Fleisch ab." Nur wenn sie wieder vegane Rezepte probiert, dann wird schonmal argwöhnisch auf den Teller geschaut: "Das ist nicht jedermanns Sache und das ist auch in Ordnung so." 

Fleischkonsum geht zurück 

Der Trend zu weniger Fleischkonsum setzte sich auch in Österreich immer mehr durch. Seit zehn Jahren geht der pro-Kopf-Verbrauch stetig leicht zurück: "Man merkt auch, dass den Menschen wichtig ist, gesund und vermehrt mit regionalen Produkten zu kochen. Ich denke, deshalb kommen Blogs wie meiner so gut an." Täglich bekommt Enthammer "Fanpost": "Und noch nie war ein böses Wort dabei. Das freut mich sehr." 
Mittlerweile ist sie in der regionalen Bloggerszene keine Fremde mehr. Auch Lebensmittelhersteller sind auf die Fuckingerin bereits aufmerksam geworden: "Ich bekommen immer wieder Produkte zum Testen zugeschickt. Aber ich poste nur, was ich auch wirklich empfehlen kann." Geld verdient die 41-Jährige mit ihrem Blog nicht: "Das ist aber auch nicht der Grund, warum ich das mache. Es macht mir einfach Freude, besonders, wenn mir dann meine Follower Fotos von meinen nachgekochten Gerichten schicken."

Martina Enthammers Rezepte findet man auf ihrer Website www.food-stories.at und auf Instagram.

Rezept: Bärlauchsalz

Zutaten:
50 g frischen Bärlauch
250 g feines Salz

Zubereitung:
Den Bärlauch waschen und trocknen. Anschließend in fein schneiden und mit dem Salz mischen. Nun das Ganze in einen Multizerkleinerer geben. 

"Keine Sorge, es muss noch nicht ganz fein sein", betont Enthammer. Das Salz nimmt beim Mixen eine kräftig grüne Farbe an. Die Mischung wird auf einem Backblech ausgebreitet und bei etwa 70°C 2 Stunden in den Backofen geschoben.

Damit die Feuchtigkeit entweichen kann, klemmt man am Besten einen Kochlöffel in die Backofentür, so bleibt sie einen Spalt offen. Wenn die Mischung trocken ist, kommt sie nochmals in den Multizerkleinerer und wird nun ganz fein vermahlen. Fertig ist ein herrlich grünes, geschmacksintensives Salz.

ACHTUNG: Bitte Bärlauch nur pflücken, wenn man sich absolut sicher ist, dass man ihn nicht mit den giftigen Maiglöckchen oder der Herbstzeitlose verwechselt!

Autor:

Petra Höllbacher aus Braunau

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