Blutspende-Marathon
Held ist, wer sein Bestes gibt: sein Blut

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Durch Blutspenden von Freiwilligen können täglich mehrere Tausend Leben gerettet werden.

Alle Termine im Bezirk Braunau

10.02.20, 15:30 - 20:30: Pfarrsaal, St. Johann a. W.
14.02.20, 15:30 - 20:30: Pfarrsaal, Schalchen
17.02.20, 15:30 - 20:30: Neue Mittelschule, Altheim
18.02.20, 15:30 - 20:30: Neue Mittelschule, Altheim
20.02.20, 15:30 - 20:30: Volksschule Friedburg, Lengau
25.02.20, 15:30 - 20:30: Gemeindeamt, Tarsdorf
02.03.20, 15:30 - 20:30: Mehrzweckhalle, Maria Schmolln
10.03.20, 15:30 - 20:30: Mehrzweckhalle, Helpfau-Uttendorf
16.03.20, 15:30 - 20:30: Turnhalle, Moosdorf

BEZIRK BRAUNAU (ebba). Franz Obermaier ist in seinem Leben schon rund 60 Mal zur freiwilligen Blutabnahme marschiert. „In meiner Jugend, damals beim Bundesherr, hieß es, wenn man zum Blutspenden geht, bekommt man am Freitag den halben Tag frei“, erzählt der Lochner von den Anfängen seiner Blutspende-Karriere. Diese damalige Motivation hat sich im Laufe der Jahre ein wenig gewandelt. Heute sagt Obermaier: „Ich mache das, weil es mir selber eine Freude macht, wenn ich jemand anderem mit meinem Blut helfen kann.“

In seinen 45 Jahren als Exekutivbeamter und als Mitglied der Feuerwehr ist er immer wieder dem Aufruf zum Spenden gerne gefolgt. Dabei gibt der 65-Jährige an, noch nie Probleme dabei gehabt zu haben. „Mir war weder jemals übel, noch wurde ich abgelehnt.“ Er vergleicht das Blutspenden gerne mit einem Ölwechsel: „Es schadet nicht, wenn sich nach der Abnahme das Blut wieder erneuert“, so Obermaier. „Ein Vorteil ist auch, dass man nach der Blutspende kostenlos eine Information über seine Werte bekommt.“

Personen, die „Bammel“ vorm Spenden haben, kann der Rentner beruhigen: „Es kann nichts passieren. Bis auf das kleine Sticherl, ist nichts dabei. Ich kann wirklich nur dazu aufrufen. Ich selbst freue mich immer sehr, wenn meine Spende zum Einsatz gekommen ist. Und der Aufwand hält sich in Grenzen. Wenn nicht zu viel Andrang ist, dauert alles zusammen etwa eine halbe Stunde“, erklärt Obermaier.

Stolze "Wiederholungstäterin" 

Auch Helga Haslberger aus Weng gehört zu den besonders fleißigen Blutspendern im Bezirk. 50 Mal hat sie ihr Bestes – ihr Blut – bereits gegeben. „Für mich war das immer selbstverständlich. Auch habe ich des Öfteren andere dazu animieren können, zur Blutspende zu gehen.“

Braunau unter den Top-5

Laut Herbert Markler, Bezirksgeschäftsführer des Roten Kreuzes in Braunau, gehört der Bezirk Braunau in OÖ zu den Top-5 beim Blutspenden. „2019 hatten wir 4.218 Spender, aufgeteilt auf 68 Aktionstage.“ Zehn Prozent davon, also 431 Personen, waren zum ersten Mal freiwillig Blutabnehmen. „Wenn man das mit dem Jahr 2018 vergleicht, kann man sagen, die Situation ist stabil“, so Markler. Er ist froh, dass nach wie vor viele Menschen die Motivation haben, zum Blutspenden zu gehen. Denn die Freiwilligkeit ist ganz wesentlich. „Würde man das System dahingehend ändern, dass die Spender bezahlt werden, wäre die Gefahr groß, dass manche Personen falsche Angaben hinsichtlich ihres Gesundheitszustandes machen. Nur, um das Geld für ihre Blutspende zu kassieren. Aus diesem Grund bleiben wir bewusst bei der freiwilligen Blutspende“, erklärt der Rotkreuz-Chef.

Blut ist nach wie vor das Notfall-Medikament Nummer eins. „Man kann es nicht künstlich ersetzen. Unfallopfer und kranke Menschen sind auf das Spenderblut angewiesen“, betont Markler. Die am häufigsten vorkommende Blutgruppe im Bezirk ist übrigens A positiv. Stammspender wie Franz Obermaier und Helga Haslberger gibt es erfreulicherweise viele. „Aber auch immer wieder junge Spender, was uns sehr freut."

Nur Gesunde dürfen zur Blutspende

Blut spenden können alle gesunden Personen ab 18 Jahren. Und zwar alle acht Wochen. Frauen vier- bis fünfmal jährlich, Männer sechsmal pro Jahr. Wird man nicht zum Blutspenden zugelassen, dann hat das einen guten Grund: Aus einer Spende werden lebensrettende Medikamente gewonnen und schon kleinste Krankheitskeime können für einen geschwächten Menschen, dem Empfänger der Blutkonserve, tödlich sein.

Termine fürs Blutspenden im Bezirk Braunau:

St. Johann am Walde, Pfarrsaal, 10. Februar, 15.30 bis 20.30 Uhr
Schalchen, Pfarrsaal, 14. Februar, 15.30 bis 20.30 Uhr
Altheim, Neue Mittelschule, 17. Februar und 18. Februar, jeweils 15.30 bis 20.30 Uhr
Lengau, Volksschule Friedburg, 20. Februar, 15.30 bis 20.30 Uhr
Tarsdorf, Gemeindeamt, 25. Februar, 15.30 bis 20.30 Uhr
Maria Schmolln, Mehrzweckhalle, 2. März, 15.30 bis 20.30 Uhr
Helpfau-Uttendorf, Mehrzweckhalle, 10. März, 15.30 bis 20.30 Uhr
Moosdorf, Turnhalle, 16. März, 15.30 bis 20.30 Uhr
Handenberg, Volksschule, 23. März, 15.30 bis 20.30 Uhr
• Aspach, Neue Mittelschule, 31. März, 15.30 bis 20.30 Uhr

Zur Sache

Blutabnahme pro Person: 400 ml

Ablauf:
Zuerst wird ein Anamnesebogen ausgefüllt, um Ausschließungsgründe für die Blutabnahme festzustellen. Danach folgt ein kurzes Gespräch mit dem Arzt, der außerdem Blutdruck und Temperatur des Blutspenders misst. Sofern alles in Ordnung ist, begibt man sich zur Blutabnahme. Anschließend kann man sich bei einem Getränk und Schokolade stärken. Nachdem sich der Kreislauf stabilisiert hat, darf der Blutspender den Heimweg antreten.

Wurde die gespendete Konserve zum Wohle eines Patienten eingesetzt, erhält der Blutspender eine SMS-Nachricht.

Ausschließungsgründe fürs Blutspenden:
„Fieberblase“
offene Wunde, frische Verletzung
akute Allergie
Krankenstand und Kur
In den letzten 48 Stunden:
Eine Impfung mit Totimpfstoff, z. B. FSME Influenza, Diphtherie, Tetanus, Polio, Meningokokken, Hepatitis-A/-B etc.
Unblutige zahnärztliche Eingriffe
In den letzten 3 Tagen:
Desensibilisierungsbehandlung (Allergien)
In den letzten 7 Tagen:
Zahnsteinentfernung
Zahnextraktion
Wurzelbehandlung
In den letzten 4 Wochen:
Infektionskrankheiten (Grippaler Infekt, Darminfektion bzw. Durchfall etc.)
Eine Impfung mit Lebendimpfstoff, z. B. Masern, Mumps, Röteln, BCG etc.
Einnahme von Antibiotika
In den letzten 2 Monaten:
Zeckenbiss
In den letzten 4 Monaten:
Piercen, Tätowieren, Ohrstechen, Akupunktur außerhalb der Arztpraxis, Permanent Make-up
Magen- oder Darmspiegelung
Kontakt mit HIV, Hepatitis-B, -C
In den letzten 6 Monaten:
Aufenthalt in Malariagebiet

Herbert Markler, Bezirksgeschäftsführer des Roten Kreuzes in Braunau

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