Kein Rückgaberecht bei Tiergeschenken

Viele Vierbeiner landen nach Weihnachten auf der Straße.
  • Viele Vierbeiner landen nach Weihnachten auf der Straße.
  • Foto: Pfotenhilfe
  • hochgeladen von Barbara Ebner

Nach den Weihnachtsfeiertagen erreichen Tierheime wie die Pfotenhilfe in Lochen immer besonders viele Anrufe.

LOCHEN (ebba). Verzweifelt versuchen frischgebackene Tierhalter, die als Weihnachtsgeschenk angeschafften Haustiere wieder loszuwerden. Eigentlich wollte man den Kindern eine Freude machen und mit dem süßen Welpen vom heiß ersehnten Pony ablenken, aber wenn dieser dann die falsche Farbe hat oder gar größere Probleme wie Stuben-
unreinheit auftreten, kann aus dem Kindertraum schnell ein Albtraum werden.
Je länger und öfter ein Kind nach einem Haustier fragt, des-to leichten lassen sich Eltern dazu überreden, den größten Wunsch ihres Kindes zu erfüllen. „Sie vergessen dabei jedoch oft, dass mit der Anschaffung eines Haustieres auch Pflichten verbunden sind. Als Tierhalter geht man schließlich eine langjährige Verpflichtung ein“, erklärt Andrea Swift, Geschäftsführerin der Pfotenhilfe. Weil sich über Fragen wie „Hab ich genug Zeit für das Tier?“, „Hat jemand in der Familie eine Tierhaarallergie?“ oder „Kann ich mir Futter und etwaige Tierarztkosten leisten?“ die wenigsten Menschen Gedanken machen, heißt es für viele tierische Weihnachtsgeschenke schon nach wenigen Tagen: Endstation Tierheim.

„Tierische Geschenke“ werden einfach ausgesetzt
„Gerade jetzt nach Weihnachten passiert es auch häufig, dass Hunde, aber auch Katzen einfach am Straßenrand ausgesetzt werden“, weiß Andrea Swift. Häufig streunen diese dann tagelang herum, auf der Suche nach Nahrung und Wärme. „Oft genug passiert es, dass solche geschwächten Tiere beim Überqueren von Straßen dann auch noch von Autos angefahren werden. Wenn sie Glück haben, werden die verletzten Tiere dann in ein Tierheim gebracht, wo sie aufgepäppelt und gesund gepflegt werden.“ Damit so etwas leichter verhindert werden kann, vermittelt das Tierheim Pfotenhilfe vor Weihnachten gar keine Tiere mehr.

Über Bedürfnisse informieren
Die beste Vorbereitung ist, zuerst ein Sachbuch über das gewünschte Tier zu kaufen. Dadurch ist es der ganzen Familie möglich, sich über die individuellen Bedürfnisse des neuen Familienmitgliedes zu informieren und gemeinsam zu besprechen, ob eine Anschaffung für alle Beteiligten sinnvoll wäre. „Sollten Sie sich nach reiflicher Überlegung für die Aufnahme eines Tieres entscheiden, nehmen Sie bitte ein Tier aus einem der ohnehin überfüllten Tierheime wie der Pfotenhilfe Lochen bei sich auf“, appelliert Andrea Swift an alle Tierhalter.

Autor:

Barbara Ebner aus Braunau

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