„Alpbach war einzigartig!“

Manuel Mühlburger aus Munderfing und Sara Grumbach aus Braunau waren beim Europäischen Forum live dabei.
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  • Manuel Mühlburger aus Munderfing und Sara Grumbach aus Braunau waren beim Europäischen Forum live dabei.
  • Foto: Eva Schitter
  • hochgeladen von Elke Grumbach

Zwei Studierende aus dem Bezirk nahmen am Europäischen Forum Alpbach teil.


ALPBACH, BRAUNAU, MUNDERFING (ach). Von 16. August bis 1. September fand das Forum in Alpbach unter dem Thema „Konflikt und Kooperation“ statt.

Mehr als 5.700 Menschen aus über 100 Nationen kamen in das Tiroler Bergdorf, um Zukunftsfragen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zu diskutieren. Ob Klimawandel, Migration, Demokratie oder künstliche Intelligenz: Antworten auf die zentralen Herausforderungen Europas und der Welt standen im Mittelpunkt von knapp 200 Programmpunkten. Das Bedürfnis, sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit den großen Fragen der Gegenwart zu beschäftigen, war groß.

Junge Menschen „on stage“

„Die Zukunft Europas, die Digitalisierung und eine nachhaltige Entwicklung stehen bei jungen Menschen hoch im Kurs“, erklärte Franz Fischler, Präsident des Europäischen Forums Alpbach. 720 Studenten nahmen im Rahmen des Alpbacher Stipendienprogramms am Forum teil. Unter ihnen die Braunauerin Sara Grumbach und Manuel Mühlburger aus Munderfing. Beide stehen kurz vor Abschluss ihrer Master-Studien. Sara studiert Recht und Wirtschaft sowie Jus in Salzburg, Manuel Wirtschaftsinformatik in Linz. Sie waren begeistert von der Vielfältigkeit des Forums und berichten über ihre Erfahrungen im Dorf der Denker. Mit Vizekanzler und Justizminister Wolfgang Brandstetter führten sie ein Kamingespräch in kleiner Runde. Inhaltlich wurden dabei sowohl tagespolitisch aktuelle Themen als auch Fragen zur Demokratie behandelt. Die Vorträge von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der österreichischen Astrophysikerin Lisa Kaltenegger sowie dem US-amerikanischen Ökonom Jeffrey Sachs zum Thema Konflikt und Kooperation hinterließen bei den beiden einen besonderen Eindruck. „Die gelebte Interdisziplinarität und Internationalionät öffnen den Blick auf neue Perspektiven und erweitern den eigenen Horizont, betont Sara. „Das Forum ermöglicht es jungen Menschen in direkten, kritischen Austausch mit Experten und Entscheidungsträgern zu treten und schafft es in uns ein Bewusstsein für unsere gesellschaftliche Verantwortung zu wecken“, berichtet Manuel.

Die Zeit außerhalb der Workshops, Empfänge, Vorträge und Networking-Abende verbrachten sie mit den anderen Studenten. Auch eine Nachtwanderung auf den „Gratlspitz“ stand auf dem Programm. Mit einer Menge Erfahrungen im Gepäck traten die beiden die Heimreise und sind sich einig: „Alpbach war ein einzigartiges Erlebnis!“.

Zur Sache

Das Europäische Forum Alpbach fand 1945 als erste politisch-intellektuelle Veranstaltung im deutschsprachigen Raum statt und ist heute eine der bedeutendsten interdisziplinären Dialogplattformen für Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur in ganz Europa. Mit seinen Aktivitäten und Veranstaltungen setzt sich das Europäische Forum Alpbach für eine zukunftsfähige, demokratische Gesellschaft ein. Das Interesse an den Alpbacher Gesprächen war auch im 73. Jahr ihres Bestehens konstant hoch.

Konflikte bewältigen
„Wenn Terror oder Populismus die demokratischen Grundwerte herausfordern, öffnen sich Gräben in Europa. Als Europäisches Forum Alpbach wollen wir bestehende Konflikte nicht ausblenden, sondern gemeinsam bewältigen“, sagte Franz Fischler zum Abschluss der Gespräche. Unter dem Thema „Konflikt & Kooperation“ setzte sich das Programm auch mit der Verbesserung der Konfliktkultur auseinander. Neben den großen Podiumsdiskussionen und knapp 80 kleineren Breakout-Sessions vermittelten Workshops und Kurse die Fähigkeit, Konflikte zu lösen und Kooperationen positiv zu gestalten.

Expertinnen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft
Der Einladung nach Alpbach folgten dieses Jahr auch 845 nationale und internationale SprecherInnen; 37 Prozent davon waren Frauen – Tendenz steigend. Mehr als 120 nationale und internationale Kooperationspartner gestalteten das Programm mit. In Alpbach sprachen zum Beispiel Bundespräsident Alexander Van der Bellen, die Präsidentin der amerikanischen National Academy of Sciences Marcia McNutt, der Präsident und Rektor der Central European University in Budapest, Michael Ignatieff, US-Ökonom Jeffrey Sachs, der Publizist Evgeny Morozov und die österreichische Astrophysikerin Lisa Kaltenegger.

Quellenachweis „zur Sache“: Europäisches Forum Alpbach

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