Klares Bekenntnis
Gegen Neutralisierung der Geschichte und das Vergessen

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Am 4. Juli fand eine friedliche Kundgebung für den Verbleib des Mahnsteins vor dem Hitler-Geburtshaus in Braunau statt.

BRAUNAU. Zur Kundgebung vor dem Hitler-Haus in der Salzburger Vorstadt in Braunau waren rund 300 Menschen gekommen. Ein klares Bekenntnis zum Mahnstein an seinem jetzigen Standort, wurde dabei von allen Rednern und Unterstützer bekundet. Die Kundgebung verlief äußerst ruhig und wurde vom „Demokratischen Chor Braunau“ umrahmt.
 
„Wir wehren uns gegen das Neutralisieren der Geschichte und gegen das Vergessen“, betonte Stadtrat Wolfgang Grabner-Sittenthaler von der SPÖ Braunau, die die Kundgebung organisiert hat. Der Gemeinderat habe über den Verbleib des Steines zu entscheiden. "Wir benötigen keine Zurufe von außen", zitierte Grabner-Sittenthaler aus einem offenen Brief an das Innenministerium. Dafür sei auch keine Arbeitsgruppe notwendig.
 

Gegen Geschichtsneutralisierung

"Rechtsextreme und Neonazitouristen werden die Adresse nicht vergessen", betonte der Sprecher des OÖ Netzwerks gegen Rassismus und Rechtspopulismus, Robert Eiter. Er fordert Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) auf, den nationalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus in Angriff zu nehmen, statt einen antifaschistischen Mahnstein verschwinden zu lassen.
 
„Dieser Ort kann und darf nicht geschichtsneutralisiert werden", so Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz (SPÖ). Geschichte könne nicht neutralisiert werden, denn das würde bedeuten, sie auszublenden oder zu vergessen. Die Geschichte sei auch nicht mit 1945 abgeschlossen, Braunau sei bis heute ein Treffpunkt für Rechtsradikale. "Wir müssen Rechtsextremismus benennen und politische Maßnahmen umsetzten", erklärte Schatz.
 
Susanne Scholl, ehemalige ORF-Russland-Korrespondentin, kam mit ihren „Omas gegen Rechts“ zu der Kundgebung und fragte in ihrer Rede: „Wie kann es sein, dass wir 2020 darauf bestehen müssen, dass dieses Mahnmal bleibt?"

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