Silvesterkonzert
Stilvoll und lebensbejahend zu Silvester

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Es war der traditionelle Gruß zum Jahreswechsel, dem auch heuer ein treues Publikum zahlreich der Einladung der Musikfreunde Braunau-Simbach zum 38. Silvester-Konzert folgte. Bestens vorbereitet von Franz Obermair begleitete das überall angesehene Orchester mit vielen jungen begeisterten Instrumentalistinnen und Instrumentalisten unter dem bewährt genauen Dirigat von Markus Fohr durch ein heiteres aber auch besinnliches Programm, das mit Carl Michael Ziehrers schwungvollem „Schönfeldmarsch“ begann. Auch in diesem Jahr folgten Kompositionen der Strauß-Dynastie wie etwa die Polka Schnell „Im Sturmschritt“ oder der Walzer „Abschied aus Petersburg“ und der Walzer „Wiener Bonbons“ vom vor 120 Jahren verstorbenen Johann und als Draufgabe eine Polka Schnell von Eduard. Mit Lebensfreude interpretiert waren auch bekannte Melodien aus Operetten von den vor 200 Jahren geborenen Jacques Offenbach und Franz von Suppé, sowie von Franz Lehar und Emmerich Kálmán, in denen sich die Solisten größerer Häu-ser Magdalena Anna Hofmann mit ihrer emotional reifen Sopranstimme und der dem Braunauer Publikum schon lange bekannte Kammersänger Franz Supper mit klar verständlicher Aussprache auch in prächtig intonierten Höhen sich einbrachten. Besonders im Lied an den Mond aus Anto-nin Dvoráks erfolgreicher Oper „Rusalka“ konnte Frau Hofmann ihr Können im slawischen Fach mit einer phasenweise dramatisch klingende Stimme zu Gehör bringen, wobei auch mit Herrn Supper in den beliebten Duetten aus Lehars „Lustige Witwe“ und „Giuditta“ sie ihre Leiden-schaft im Klang zeigte und beide hinreißend harmonierten. Suppers phänomenale Stimmkultur erwies sich als Goldkehle im Lied von Kleinzack aus Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzäh-lungen“. Im bekannten, schnellen Cancan aus Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ strahlten die Augen von acht jungen, sympathischen Damen der Chili Dancers des TSV Stammham bei ihren von der Choreographin Kerstin Ehrenthaller mit intelligentem Einsatz einstudierten und bravourös mit angedeuteter Leichtigkeit jedoch diszipliniert vorgetragenen Tänzen und dann noch mit den vor der Pause zur James Bond-Musik zum Besten gegebenen mit Akrobatik spiele-risch wirkenden Einlagen. Und natürlich durften dem Publikum der lieb gewordene „Donauwal-zer“ nicht fehlen, der im Spätherbst und Winter 1866/67 komponierte Walzer als Sinnbild neuer Hoffnung und Zuversicht - damals unter dem Eindruck des von den Österreichern und Sachsen verlorenen Krieges gegen die Preußen beim mährischen Königgrätz. Und nach drei Stunden Generalprobe und drei Stunden Konzert wurde mit dem „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauß (Vater) das letzte Quäntchen Heiterkeit den etwa 50 Musikerinnen und Musikern abverlangt, und ein von der Ver-einsobfrau Susanne Nemmer bestens und in erfahrener Weise organisierter kultureller Jahreshö-hepunkt in Braunau mit reichlichem Applaus des Publikums hörbar begeistert beendet.

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