Wohnhausbrand in Moosdorf
13 Feuerwehren im Einsatz – keine Verletzten

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UPDATE, 14. Juli 2021, 9:40 Uhr:
13 Feuerwehren wurden am Montag, 12. Juli, gegen 21 Uhr zu einem Wohnhausbrand in Hackenbuch gerufen. Hier nun der Bericht der Wehren Moosdorf und Hackenbuch von moosdorf.net

"Es war ein komplizierter Einsatz. Und es war einer wie wir ihn zum Glück nur selten bei uns haben: 13 Wehren – allen voran aus Hackenbuch und Moosdorf, aber auch aus der Umgebung waren dabei. Und genau für diese Momente, die wir hoffentlich weiter selten erleben, arbeiten, üben und trainieren unsere Feuerwehr-Kameraden. Und genau dafür ist es wichtig, die freiwilligen Feuerwehren optimal einsatzfähig zu halten – auch was die Ausrüstung betrifft. Und: was die Zusammenarbeit über Gemeinde und Bezirksgrenzen hinweg anbelangt.

Selber gut gerüstet zu sein – von der Ausbildung bis zur Ausrüstung – und auch mit Feuerwehren von anderen Orten gut zusammen arbeiten. Das ist letztlich wenn es drauf ankommt entscheidend. Denn nur wenn verschiedene Feuerwehren mit unterschiedlichem Gerät bei einem größeren Einsatz gut und effektiv zusammenarbeiten, dann lässt sich der Schaden begrenzen.

'Und genau das hat wirklich – so traurig der Anlass ist, wenn es im eigenen Ort brennt – perfekt funktioniert', erzählt Einsatzleiter Kilian Fuchs von der FF Hackenbuch.

Das schnell richtig geholfen werden kann – das beginnt schon bei der Alarmierung. Denn da ist es wichtig, möglichst gut einzuschätzen was passiert ist und bei der Alarmierung die richtigen Fakten zu nennen. Und weil der direkte Nachbar des Brandortes auch bei der Freiwilligen Feuerwehr in Funktion ist, war das für ihn kein Problem. Florian Rausch hat daher als Nachbar und Feuerwehrer direkt eine Alarm-Meldung der Stufe 2 ausgegeben. Denn es war offensichtlich, dass die Brandsituation eine gefährliche war, die mehr Kräfte brauchen würde.

'Wir haben dann Stufe 3 nach alarmiert, als wir vor Ort genauer gesehen haben was eigentlich los war. Das Hauptproblem und die größte Herausforderung war das Dach. Dafür brauchten wir wegen der extremen Rauchentwicklung einfach weitere Atemschutzkräfte', erläutert Fuchs.

Die wichtigste Nachricht: keine Verletzten

Die wichtigste Nachricht vorweg: das Haus an dem es brannte, war zum Zeitpunkt des Brandes leer. Die Bewohner nicht anwesend. Darum gab es – obwohl natürlich auch die Rettungskräfte dazu kamen – keine Verletzten.

'Die Sanitäter brauchten wir aber auch aus einem anderen Grund – und darum blieben die auch entsprechend lang. Wir hatten durch die besondere Brandsituation eine gefährliche Arbeit vor uns', erklärt Fuchs.

Nach allem was die Feuerwehr erkennen konnte, war der Brand nicht im Haus, sondern in einem angrenzenden Geräteschuppen entstanden. Über die Holzfassade des Hauses gelangte das Feuer dann nach oben. Und ging dann sozusagen mit Glutnestern unter das Dach.

'Darum mussten wir das Dach aufmachen, damit wir diese Glutnester erreichen und löschen konnten…', so Fuchs. Das war eine gefährliche Arbeit, die sich insgesamt auf 14 Atemschutz Einsätze aufteilte. 'Da haben sich mehrere Trupps abgewechselt. Wir mussten letztlich jede Dach-Planke auf dem Haus und über dem Brand aufschrauben und abtragen. Durch den enormen Rauch der da entstand, war das nur für die Atemschutz-Teams möglich.' So waren immer mehr oder weniger vier Atemschutzträger auf dem Dach und immer einer vom jeweiligen Trupp sicherte die Mannschaft oben.

Feuerwehren aus den Nachbarorten, aber auch aus dem angrenzenden Salzburg – um genau zu sein aus Lamprechtshausen – waren dabei. Insgesamt 13 Wehren bis nach Munderfing waren im Einsatz. Und zwar auch jeweils mit spezifischem Einsatzgerät. 

Zufall: von der Übung direkt zum Einsatz

Als erste am Einsatzort waren zwar die Hackenbucher – aber zeitgleich war Franking vor Ort. Denn dort hatte man gerade eine Übung und so wurde die Übung in Franking direkt abgelöst durch den Einsatz in Hackenbuch. Und da schon wegen der Übung alle beisammen waren, konnte auch Franking sofort losfahren. Direkt danach kam Moosdorf.

Brand aus – das ist eigentlich der erlösende Satz. Aber es dauerte eine ganze Zeitlang bis der fiel. Denn die Glutnester sind gefährlich und man muss nach ihnen suchen, damit nicht wieder ein Feuer entsteht. Und so musste weiter das Dach geöffnet werden und kontrolliert bzw. eben gelöscht werden.

'Wir waren auf jeden Fall wirklich gut ausgerüstet durch die vielen Einsatzkräfte und Geräte. Auch die spezielle Unterstützungseinheit vom Bezirk war mit dabei. Also da hat wirklich alles gut ineinander gegriffen', fasst Fuchs als Einsatzleiter zusammen.

Nun wartet die Feuerwehr auf den Brandgutachter, der sich wegen der Brandursache alles genau ansehen wird. 'Sobald der da war können wir dann auch das Dach wieder zumachen, damit es da nicht reinregnet, falls Wetter kommen sollte', sagt Fuchs, der aktuell am Vormittag heute noch vor Ort war.

Von unserer Seite drücken wir den Betroffenen des Brandes erstmal ganz fest die Daumen, dass man durch diese komplizierte Zeit gut durchkommt, nach so einem Brandschaden. Und bedanken uns bei allen Feuerwehren und Feuerwehrkameraden die beim Einsatz dabei waren und geholfen haben schlimmeres zu verhindern!"

Ursprüngliche Meldung:

Am Montag, 12. Juli, gegen 21 Uhr ist in einem Wohnhaus in Moosdorf ein Feuer ausgebrochen. Insgesamt 13 Feuerwehren wurden zum Einsatz gerufen. Einige Feuerwehren sind zum derzeitigen Zeitpunkt noch an der Brandstelle. 

Ersten Informationen zufolge, hatten Nachbarn den Brand an der Fassade des Holzriegelhauses entdeckt. Das Feuer dürfte rasch auf den Dachbereich übergegriffen haben. Die Einsatzkräfte mussten das Dach öffnen, um an die Glutnester zu gelangen. 

Informationen zur Brandursache und zum entstandenen Schaden sind derzeit noch nicht bekannt.

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