Anti-Terror-Übung beim Umspannwerk

In St. Peter probten Einsatzkräfte bei einer Anti-Terror-Übung für den Ernstfall.

ST. PETER (penz). Beim Umspannwerk in St. Peter stellte das Militär am Donnerstag, 27. April, ihr Können unter Beweis: Geübt wurde ein Anti-Terror-Einsatz. "Wir, das Jägerbatallion Oberösterreich, helfen bei Katastrophen- und Krisenfällen", erklärt Kommandant Claus Helmhart. Oberste Priorität sei die Sicherheit der Bevölkerung und die, der Wirtschaft, zu gewährleisten. Diese Woche wurde die Miliz zum Schutz des Umspannwerks, einer kritischen Infrastruktur hier im Innviertel, angefordert.

Spannende Gefechtsvorführung

Bei der Gefechtsvorführung fuhren zwei Autos zur Kontrolle vor. Beide wollten das Betriebsgelände des Umspannwerkes St. Peter befahren, nur ein Fahrzeug hatte dazu eine Bewilligung. Beim zweiten Auto, jenes ohne Erlaubnis, wurden Fahrer samt Beifahrer unter die Lupe genommen. Das Jägerbatallion erklärte penibel genau, wie sich die Verdächtigen zu bewegen haben. In etwa mit welchem Fuß der Fahrer aus dem Wagen steigen soll. Beim Abtasten des Beifahrers konnten die Einsatzkräfte eine Waffe ausfindig machen. Der Verdächtige wurde daraufhin prompt zu Boden geworfen und mit speziellen Griffen festgehalten, bis er von den Kollegen abtransportiert wurde. Zwischenzeitlich forderten die Soldaten den Fahrer auf, den Inhalt des Kofferraums bloßzulegen. Dabei wurde ein verdächtiges Objekt festgestellt, wodurch sich die Einsatzkräfte auf den Fahrer stürzten und auch diesen zu Boden brachten. Die vermeintliche "Bombe" wurde im Nachhinein lediglich als Attrappe identifiziert.

Die Vorführung demonstriert, was die Landespolizeidirektion gemeinsam mit dem Militär diese Woche geübt hat. "Das Prozedere spiegelt wieder, was in gesetzlichen Normen vorgegeben ist. So läuft es auch in der Realität ab."

"Ich möchte betonen, dass die Übungsanlage der ganzen Woche gemeinsam von Bundesheer und Landespolizeidirektion ausgearbeitet wurde. Die Zusammenarbeit ist hervorragend gelaufen", sagt der Offizier für Öffentlichkeitsarbeit Oberleutnant Christoph Pöchinger. Weiters: "Wir als Soldaten sind bemüht, die Einsätze so realistisch wie möglich zu proben, um das Geübte im Ernstfall anwenden zu können." Gemeinsames Ziel ist es, die Sicherheit in Oberösterreich zu gewährleisten. In den Folgejahren werden die Anti-Terror-Proben verstärkt stattfinden, betont Pöchinger. "Wir möchten an der derzeitigen Situation nichts schönreden. Es muss einen optimalen Schutz geben, wenn er notwendig ist."

Super Leistung

Sicherheits-Landesrat Elmar Podgorschek beobachtete das Geschehen in St. Peter und ergänzt: „Der Schutz wesentlicher Infrastruktur, wie etwa Kraft- oder Umspannwerke ist im Krisenfall enorm wichtig.“ Entscheidend sei die Gewährleistung des Funktionierens von Strom-, Wasser- und medizinischer Versorgung.

Bezirkshauptmann Georg Wojak, der ebenfalls Gast war, erklärte die Rechtssituation:
"Grundsätzlich ist die Bezirkshauptmannschaft für die Sicherheit und den Schutz einer kritischen Infrastruktur verantwortlich. Der Bezirkshauptmann müsste das Bundesheer um Assistenzleistung bitten. In diesem Fall lag die Einsatzleitung bei der Landespolizeidirektion, da mehrere Bezirke parallel beübt wurden." Wojak zeigte sich von der Leistungsfähigkeit des Jägerbatallions sehr begeistert.

Autor:

Lisa Penz aus Braunau

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