Polizeimeldung Bezirk Braunau
Braunauer Drogen-WG ausgehoben

Ermittlungen führten Beamte der Kriminaldienstgruppe der Polizei Braunau zu einer "Drogen-WG" in Braunau.
  • Ermittlungen führten Beamte der Kriminaldienstgruppe der Polizei Braunau zu einer "Drogen-WG" in Braunau.
  • Foto: photographee_eu_001/panthermedia.net
  • hochgeladen von Katharina Bernbacher

Seit Sommer 2020 führte die Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspektion Braunau Ermittlungen durch, in deren Fokus eine Wohnung im Braunauer Stadtgebiet stand. Die Ermittlungen führten die Beamten dabei unter anderem auch nach Deutschland.

BRAUNAU. Aufgrund vermehrter Beschwerden aus der Bevölkerung führte die Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspektion Braunau seit Sommer diesen Jahres Ermittlungen durch, in deren Fokus eine Wohnung im Stadtgebiet von Braunau stand.
Die Beamten fanden dabei heraus, dass Bewohner einer Wohngemeinschaft (WG) in Braunau größere Mengen an synthetischen Drogen in Umlauf gebracht hatten. Wie sich im Zuge der Ermittlungen herausstellte, war die Wohnung und die drei darin wohnhaften deutschen Staatsbürger, eine 20-Jährige, ein 23-Jähriger und ein 24-Jähriger, Anlaufstelle für Suchtmittel-Konsumenten, die vor allem aus der "GOA-Szene" stammten. Das rege Treiben rund um die Wohnung wurde bereits von der Bevölkerung wahrgenommen.

Vorermittlungen führten zu Erfolg

Ende Juli 2020 erfolgte nach intensiven Vorermittlungen ein koordinierter Zugriff durch Drogenfahnder der Polizeiinspektion Braunau. Dabei wurden zwei Hauptbeschuldigte in der besagten Wohnung festgenommen. Außerdem wurden dort verschiedene Suchtgiftarten vorgefunden. So wurden neben Drogengeldern auch Amphetamin, MDMA, Kokain, Ecstasy-Tabletten, Marihuana, Cannabisharz und XANAX-Tabletten sichergestellt.
Der Großteil der Drogen war bereits für den Weiterverkauf vorverpackt. Dazu verpackten die Täter, um eigenen ökologischen Wertvorstellungen gerecht zu werden, mehrere hundert Stück der Drogen in wiederverwertbaren Dosen. Diese wurden von Drogenverkauf zu Drogenverkauf erneut befüllt.
Den beiden Haupttätern, der 20-Jährigen und dem 24-Jährigen, konnte durch die Ermittlungen der Verkauf von insgesamt 4,7 Kilogramm Amphetamin, 600 Gramm MDMA, 1.100 Stück Ecstasy-Tabletten und 200 Gramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von rund 90.000 Euro nachgewiesen werden.
Dem 23-Jährigen wurde der Schmuggel von Marihuana von Deutschland nach Österreich nachgewiesen. Die Droge war ebenfalls für den Weiterverkauf durch seine Mitbewohner bestimmt.
Alle drei Beschuldigten zeigten sich umfassend geständig.

Verkäufe in Österreich und Niederbayern

Die Ermittlungen ergaben, dass die Drogenverkäufe bereits seit 2017 in Österreich sowie in Niederbayern erfolgten. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ried wurden beide Hauptverdächtigen in die Justizanstalt Ried eingeliefert.
Im Zuge von Folgeermittlungen wurden auch in Deutschland wohnhafte Lieferanten ausgeforscht. Außerdem fanden die Beamten heraus, dass die Drogen zunächst übers Darknet an eine Adresse in Bayern und von dort direkt in die Drogen-WG in Braunau versandt wurden. Aus diesem Grund wurden grenzüberschreitende Ermittlungen in enger Kooperation mit der Kripo Passau eingeleitet. Dabei wurde in Deutschland eine größere Menge Suchtgift sichergestellt und mehrere Personen bei der Staatsanwaltschaft Passau zur Anzeige gebracht.

In Braunau wurden zwei Personen festgenommen. Vier Weitere, darunter auch Subhändler, wurden wegen Suchtgifthandels angezeigt. 32 Personen wurden wegen weiterer Übertretungen nach dem Suchtmittelgesetz zur Anzeige gebracht.

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