Corona-Virus
Der Bezirk Braunau ist gerüstet

Der Bezirk Braunau ist gerüstet. Im Krankenhaus Braunau ist die medizinische Versorgung gesichert. Der Zugang zum Spital läuft nun über eine Schleuse.
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Am Dienstagvormittag war im Bezirk Braunau ein bestätigter Corona-Fall registriert. Kurz nach Redaktionsschluss, Dienstagmittag, erreichte uns noch die Meldung, dass der Stand der bestätigten Corona-Fälle im Bezirk von einem auf drei gestiegen ist.

BEZIRK BRAUNAU (kat). "Bitte bleiben Sie zu Hause und bewahren Sie Ruhe", appelliert Braunaus Bezirkshauptmann (BH) Gerald Kronberger an die Bevölkerung. Aufgrund der Corona-Krise wurden seitens der Regierung Sicherheitsvorkehrungen für alle Österreicher erlassen, um eine Ausbreitung des Virus zu minimieren.

Ein Fall in Braunau

Auch der Bezirk Braunau blieb vom Corona-Virus nicht verschont. "Derzeit gibt es einen bestätigten Corona-Fall und 17 Verdachtsfälle bei uns im Bezirk", so Kronberger am Dienstagvormittag. Der Zustand des bestätigten Patienten ist, laut Kronberger, stabil und er befindet sich in häuslicher Quarantäne.
Vor dem Krankenhaus Braunau wurde aus Sicherheitsgründen eine Schleuse eröffnet, die eine Verbreitung des Virus im Krankenhaus verhindern soll: "Die Rotkreuz-Mitarbeiter werden vom eingeteilten Personal im Triage-Zelt empfangen und alle Personen, Sanitäter und Patienten, werden analog einem Flowchart des Landes OÖ befragt", heißt es in einer Aussendung des Krankenhauses St. Josef in Braunau. Anschließend wird entschieden, wer ins Spital darf. Für Notfälle in Begleitung eines Notarztes wurde aber eine sogenannte "Fastlane" eingerichtet. "Allgemeine Infos zum Virus erhält man unter 0800/555 621. Für konkrete Fälle ruft man am besten das Gesundheitstelefon unter 1450. Bitte suchen Sie im Verdachtsfall keine Arztpraxis auf, sondern rufen Sie die Hotline", so Braunaus Bezirkshauptmann.

Sicherheit für Sanitäter

"Seit Bekanntwerden des Ausbruchs der Erkrankung in China ist das oberösterreichische Rote Kreuz in engster Abstimmung mit den zuständigen Gesundheitsbehörden", berichtet Christian Hartl vom Roten Kreuz Oberösterreich. Wird ein Rettungsteam zu einem vermeintlichen Corona-Patienten gerufen, gelten noch höhere Hygienestandards als normalerweise. Die Sanitäter tragen für die Transporte entsprechende Schutzkleidung. "Es ist genau definiert, wie ein Corona-Verdachtspatient ins Krankenhaus gebracht werden muss. Danach erfolgt eine Desinfektion des Rettungswagens. Das eingesetzte Material sowie die Schutzkleidung werden fachgerecht entsorgt", so Hartl. Eine Corona-Testung wird allerdings nicht von den Sanitätern selbst, sondern von einem Arzt durchgeführt. Der Transportdienst des Roten Kreuzes sorgt dafür, dass die abgenommenen Proben ins Labor kommen. "Proben aus dem Bezirk Braunau werden im Krankenhaus Ried ausgewertet", so Hartl. In Zeiten wie diesen stellt das Rote Kreuz zusätzliche Mitarbeiter ab, um verstärkte Krankentransporte durchführen zu können. "Eine gesetzliche Regelung, dass Betriebe ihre Mitarbeiter, die freiwillig im Rettungsdienst arbeiten, freistellen, gibt es nicht. Aufgrund der aktuellen Entwicklung zählen wir auf das Verständnis der Arbeitgeber", so Hartl. Das Rote Kreuz Braunau trifft sich regelmäßig mit Vertretern des Krankenhauses und dem Bezirkshauptmann zu Stabsbesprechungen. "Wir besprechen die aktuelle Situation im Bezirk", erklärt der Bezirkshauptmann. Auch die Bezirkshauptmannschaft ist derzeit nur telefonisch beziehungsweise per Mail erreichbar. "Es gibt keinen üblichen Parteienverkehr", betont Kronberger.

Kommentar: Gemeinsam durch die Corona-Krise

Das ganze Land befindet sich im Ausnahmezustand. Das Corona-Virus hält uns in Atem. Um die Bevölkerung zu schützen, erlässt die Regierung täglich neue Regelungen, die die Verbreitung des Virus eindämmen sollen. So schwer uns diese unbekannte Situation fällt: Jetzt können wir zeigen, was Solidarität und Nachbarschaft bedeuten. Jetzt können wir zeigen, was Zusammenhalt heißt. Auch wir als BezirksRundschau wollen unseren Beitrag leisten. Indem wir unseren Lesern zusätzlich zu unseren Zeitungsausgaben ständig aktuelle Gesundheitstipps und Serviceberichte bieten auf: meinbezirk.at/corona-ooe. Und indem wir zur Unterstützung der Nachbarschaftshilfe die Aktion "Sei Helfer in der Nachbarschaft" ins Leben gerufen haben. Denn eines ist klar: Gemeinsam meistern wir den Ausnahmezustand.

Autor:

Katharina Bernbacher aus Braunau

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