Ernährung, Fitness, psychisch gesund
Fit durch die Corona-Krise

Ein Spaziergang, ein gutes Buch, garteln: All das hilft in Zeiten von Corona, die Psyche zu stärken und hält außerdem fit.
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  • Ein Spaziergang, ein gutes Buch, garteln: All das hilft in Zeiten von Corona, die Psyche zu stärken und hält außerdem fit.
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Ausgewogne Ernährung, Sporteinheiten und Tipps für die Psyche halten uns auch daheim gesund. Wir haben mit einer Physiotherapeutin, einer Ernährungsberaterin und einer Psychotherapeutin gesprochen, wie wir uns in Zeiten wie diesen am Besten fit halten.

BEZIRK (kat). "Bleiben Sie zu Hause", lautet der Appell der Bundesregierung. Was normalerweise wie eine verlockende Anweisung klingt, lässt viele von uns an ihre Grenzen stoßen. Damit wir aber trotz der herausfordernden Situation zu Hause körperlich und mental fit bleiben, haben wir mit drei Expertinnen aus dem Bezirk gesprochen. "Man muss sich zur Räson rufen und einen Tagesrhythmus beibehalten. Wie man es im normalen Alltag auch macht", empfiehlt die Psychotherapeutin Waltraud Gelder. Von langem Schlafen oder ewigem "vor dem Fernseher abhängen" rät sie ab.

Trainingsziel Kühlschrank?

Sind wir zu Hause, führt das viele von uns häufiger als sonst zum Kühlschrank. Doch es müssen nicht immer ungesunde Naschereien sein. "Es gibt auch gesunde Snacks für zwischendurch wie etwa Trockenfrüchte und Nüsse. Auch Gemüsesticks mit einem Topfen-Schnittlauch-Dip sind eine echte Power-Nascherei", weiß die Ernährungsberaterin Silvia Kritzinger vom Krankenhaus Braunau. Der Grund für die häufigen Kühlschrankgänge ist oftmals Langeweile. Dagegen empfiehlt Gelder, sich trotz der Ausnahmesituation gewisse Arbeiten vorzunehmen und diese zu verrichten: "Den Frühjahrsputz beispielsweise. Erledigen Sie aber nicht alle Arbeiten auf einmal, sondern Schritt für Schritt. Nach getaner Arbeit kann man sich auch belohnen. Etwa mit guter Musik, die übrigens schon während des Putzens Wunder wirkt." Auch die Physiotherapeutin Caroline Fürstberger rät, die neu gewonnene Freizeit zu nützen: "Machen Sie täglich mindestens eine halbe Stunde Sport. Man braucht nicht dringend ein Fitnessstudio, um Muskeln zu kräftigen. Wer keine Hanteln zu Hause hat, kann Wasserflaschen stemmen. Wer keine Yogamatte besitzt, legt sich auf den weichen Teppich. Wer keinen Stepper möchte, geht die Treppe. Die Beinpresse übernimmt im Moment die klassische Kniebeuge mit einem zusätzlichen Gewicht am Rücken, beispielsweise mit einem Rucksack mit Büchern."
In puncto Ernährung gilt in der momentan Ausnahmesituation das Meiden von einseitiger Ernährung. "Überwiegend Fertiggerichte oder Süßigkeiten, die beide sehr energiedicht sind, sollte man vermeiden. Die Kost sollte auch jetzt ausgewogen und abwechslungsreich sein", weiß die Ernährungsberaterin. Kann man nicht auf den Kuchen zum Kaffee verzichten, empfiehlt es sich, diesen mit Gemüse, Obst oder Trockenfrüchten aufzuwerten.

Zu Hause mit Kids

"Planen Sie fixe Zeiten ein wie etwa Essenszeiten, Spielzeiten mit den Kindern, vielleicht ist dafür ja auch noch ein altes Kartenspiel daheim. Aber auch Ruhephasen, in denen sich jeder wieder zurückziehen kann", so Gelder. Regelmäßige Mahlzeiten beugen außerdem Heißhunger vor, so Kritzinger. Zu den fixen Zeiten zählen auch die eingeplanten Lernzeiten. Zwischen den einzelnen Lernphasen gibt es gesunde Naschereien wie etwa Obstspalten, Fruchtspieße oder Obstsalate. "Diese kann man dann eventuell in Schokolade tauchen, was für Kinder vor allem zum Mitmachen toll ist", weiß Kritzinger. Junge Leute brauchen jetzt mehr Bewegung als sonst. "Die Zeit am Handy wird immer länger. Nutzen Sie den Sport, um an die firsche Luft zu kommen", empfiehlt Fürstberger.
Mehr Tipps von der Psychotherapeutin Waltraud Gelder für die mentale Gesundheit in Zeiten wie diesen findet ihr hier.

Kommentar: "Bis bald. Wir hören uns, Oma!"

Normalerweise trifft sich die Familie wöchentlich bei Oma zu "Kaffee und Informationsaustausch". Normalerweise. Die Corona-Krise macht alles anders. Aus Schutz für das 85-jährige Familienoberhaupt plaudern wir jetzt via Telefon. Und auch das ist ganz interessant: Haben Sie schon mal telefonisch einem älteren Menschen die Kommentarfunktion bei Facebook erklärt? Die Zeit des Zuhausebleibens kann man wunderbar nutzen, um Neues auszuprobieren. Aber auch, um zu entschleunigen. Die Buchhändler im Bezirk bieten Lieferservices an. Viele Braunauer Gärtner haben Selbstbedienungsläden eingerichtet. Und Lebensmittel werden uns von den Nahversorgern nach Hause geliefert. Anstatt zu jammern, dass man zu Hause bleiben muss, machen Sie das Beste draus. Und halten Sie durch. Nur gemeinsam beenden wir die Krise möglichst schnell.

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